Bei einer Rede beim Anika Foundation Fundraising Lunch in Sydney am Dienstag sagte die Gouverneurin der Reserve Bank of Australia (RBA), Michele Bullock, dass die „zentrale Frage ist, ob die bereits erfolgte Straffung ausreicht, um die Inflation zu verlangsamen.“
Zusätzliche Zitate
Vorstand bereit, den Leitzins bei Bedarf weiter anzuheben.
Die Geldpolitik wirkt mit Verzögerung, sodass die vollen Auswirkungen der Zinserhöhungen in diesem Jahr noch nicht zu spüren sind.
Der beste Beitrag, den die Politik leisten kann, besteht darin, eine niedrige, stabile Inflation aufrechtzuerhalten.
Eine weitere Abschwächung des Nachfragewachstums dürfte erforderlich sein, um die Inflation zu senken.
Eine weitere Lockerung am Arbeitsmarkt dürfte wahrscheinlich erforderlich sein.
Die Gesamtwirtschaft hat sich allmählich und weitgehend wie erwartet angepasst.
Die Politik kann das langsame Produktivitätswachstum der Wirtschaft nicht adressieren.
Die zugrunde liegende Inflation hat sich wie erwartet entwickelt, ist aber weiterhin zu hoch.
Aus Unternehmen ist zu hören, dass der Kostendruck außerhalb der Lohnkosten weiter zunimmt.
Der Wohnungsmarkt hat sich stärker abgekühlt als erwartet.
Das Nachfragewachstum scheint sich im Einklang mit den Mai-Basisprognosen insgesamt wie erwartet zu verlangsamen.
Es ist noch zu früh, um die vollen wirtschaftlichen Auswirkungen des Ölpreisschocks zu beurteilen.
Wir sehen, dass sich die Wirtschaft verlangsamt und der Wohnungsmarkt stärker als erwartet abkühlt.
Die Inflation liegt ziemlich genau im Rahmen dessen, was wir erwartet hatten.
Ich weiß nicht, was der Vorstand auf der nächsten Sitzung entscheiden wird.
Das wird davon abhängen, ob der Vorstand die Geldpolitik für restriktiv hält.
Wenn der Vorstand der Ansicht ist, dass die Inflation nicht zurückgeht, wird er einige schwierige Entscheidungen treffen müssen.
Die Inflation liegt weitgehend im Einklang mit den Erwartungen.
Der Vorstand steht vor schwierigen Entscheidungen, wenn die Inflation nicht nachlässt.
Unsicher über die Entscheidung des Vorstands auf der nächsten Sitzung.
Der Ausblick wird davon abhängen, wie der Vorstand die Restriktivität der Geldpolitik einschätzt.
Die Wirtschaft verlangsamt sich, der Wohnungsmarkt kühlt stärker ab als erwartet.
Marktreaktion
Der australische Dollar (AUD) zeigt kaum Reaktion auf die Kommentare von RBA-Gouverneurin Bullock, wobei AUD/USD lustlos unter 0,7000 gehandelt wird (Stand: heute).
RBA - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Reserve Bank of Australia (RBA) legt die Geldpolitik des Landes fest und strebt eine Inflationsrate von 2-3 % an. Zinssatzerhöhungen stärken in der Regel den australischen Dollar, während Zinssenkungen ihn schwächen.
Traditionell galt Inflation als nachteilig für Währungen, da sie den Wert des Geldes mindert. In modernen Volkswirtschaften hat sich jedoch gezeigt, dass moderate Inflation zu Zinserhöhungen durch Zentralbanken führt, was wiederum Kapitalzuflüsse aus dem Ausland anzieht. Investoren suchen nach höheren Renditen, was die Nachfrage nach der lokalen Währung – im Fall Australiens den Australischen Dollar – stärkt.
Makroökonomische Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Einkaufsmanagerindex (PMI) haben direkten Einfluss auf die Währungen eines Landes. Eine starke Wirtschaft zieht Kapital an und stärkt die heimische Währung.
Quantitative Lockerung (QE) ist ein geldpolitisches Instrument, das in Krisenzeiten eingesetzt wird, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Kreditvergabe in der Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die Reserve Bank of Australia (RBA) nutzt QE, indem sie australische Dollar druckt, um damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten aufzukaufen. Damit wird den Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Eine solche Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des australischen Dollars.
Quantitative Straffung (QT) stellt das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) dar und wird eingeleitet, sobald sich die Wirtschaft erholt und die Inflation wieder anzieht. Während die Reserve Bank of Australia (RBA) im Rahmen der QE Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft, um den Finanzmärkten Liquidität zuzuführen, beendet sie bei QT diese Käufe und reinvestiert nicht in fällige Anleihen. Diese geldpolitische Maßnahme wird in der Regel als positiv für den australischen Dollar bewertet.
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