Die Analysten der HSBC gehen davon aus, dass die zurückhaltenden Äußerungen von Christine Lagarde sowie die gesunkenen Ölpreise dazu führen werden, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen im Jahr 2026 unverändert lässt. Zugleich erwarten sie in den kommenden Monaten weiteren Abwärtsdruck auf den Euro, da der EUR/USD-Kurs angesichts anhaltender Konjunktursorgen in Europa und zunehmender politischer Risiken in Frankreich vor der Präsidentschaftswahl im April 2027 nachgeben dürfte.
EZB-Pause und Frankreich-Risiken belasten den Euro
„In Europa haben die zurückhaltenden Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde vom 22. Juni den Euro wahrscheinlich belastet. Nachdem die Straße von Hormus wieder geöffnet wurde und die Ölpreise gefallen sind, gehen unsere Volkswirte nun davon aus, dass die EZB die Zinsen im Jahr 2026 unverändert lässt, anstatt die zuvor erwarteten zwei weiteren Zinserhöhungen vorzunehmen.“
„Wir erwarten daher, dass der EUR/USD in den kommenden Monaten schrittweise nachgibt. Zwar können niedrigere Energiepreise den Euro stützen, sie dürften jedoch nicht ausreichen, um die umfassenderen Sorgen über das Wirtschaftswachstum in der Region auszuräumen. Zudem könnten politische Risiken wieder in den Vordergrund rücken, da die französische Präsidentschaftswahl im April 2027 näher rückt und die politischen Kräfte der Mitte derzeit in den Umfragen zurückliegen.“
„Jede wahrgenommene Abschwächung der Haushaltsdisziplin oder des Reformtempos könnte die Risikoprämien erhöhen, Kapitalzuflüsse bremsen und zusätzlichen Druck auf den Euro ausüben.“
„Der Euro und das Pfund Sterling dürften zunehmend Gegenwind durch politische Unsicherheit und Konjunkturrisiken bekommen.“
„Der zurückhaltende Ton von EZB-Präsidentin Lagarde und die niedrigeren Ölpreise sprechen dafür, dass die EZB ihre Zinsen unverändert lässt.“
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Das sollten Sie am Dienstag, den 30. Juni, im Blick behalten:
Der japanische Yen notiert am letzten Handelstag des zweiten Quartals auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahrzehnten gegenüber dem US-Dollar, wobei das Paar USD/JPY über 162,00 steigt. Auf dem Wirtschaftskalender stehen vorläufige Daten zum Verbraucherpreisindex für Juni aus Deutschland sowie Wachstumsdaten zum Bruttoinlandsprodukt für April aus Kanada. Außerdem wird das US Bureau of Labor Statistics die JOLTS-Arbeitsmarktdaten für Mai veröffentlichen und das Conference Board den Bericht zum Verbrauchervertrauen für Juni herausgeben.