Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Philip Lane, sagte am Dienstag, dass sich der Ölmarkt seit der letzten Entscheidung erheblich bewegt habe, und fügte hinzu, dass die Ölpreiskurve für die kommenden Jahre erhöhte Niveaus sehe, was auf Kosten für die Wirtschaft hindeute.
Wichtige Zitate
Der Ölmarkt hat sich seit der letzten Entscheidung erheblich bewegt.
Wir werden sehen, wie sich niedrigere Ölpreise auf die Wirtschaft auswirken.
Es gab eine gewisse Verbesserung des Vertrauens, aber nicht auf das Vorkriegsniveau.
Es hat keine schnelle Neubewertung durch Investoren und Verbraucher gegeben.
Die Ölpreise für 2027 und 2028 werden weiterhin über dem Vorkriegsniveau gesehen.
Marktreaktion
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert das Paar EUR/USD 0,21 % niedriger bei rund 1,1398.
EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.
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Das sollten Sie am Dienstag, den 30. Juni, im Blick behalten:
Der japanische Yen notiert am letzten Handelstag des zweiten Quartals auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahrzehnten gegenüber dem US-Dollar, wobei das Paar USD/JPY über 162,00 steigt. Auf dem Wirtschaftskalender stehen vorläufige Daten zum Verbraucherpreisindex für Juni aus Deutschland sowie Wachstumsdaten zum Bruttoinlandsprodukt für April aus Kanada. Außerdem wird das US Bureau of Labor Statistics die JOLTS-Arbeitsmarktdaten für Mai veröffentlichen und das Conference Board den Bericht zum Verbrauchervertrauen für Juni herausgeben.