• EUR/JPY steigt auf etwa 185,85, gestützt durch die Erwartung, dass die EZB diesen Monat die Zinsen anheben wird.
  • Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone sind im April zurückgegangen, doch die Märkte rechnen weiterhin mit einer geldpolitischen Straffung durch die EZB.
  • Die Aussichten auf eine Zinserhöhung der BoJ und Risiken von Devisenmarktinterventionen begrenzen weiterhin das Aufwärtspotenzial des Währungspaares.

EUR/JPY notiert am Donnerstag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 185,85 und liegt damit im Tagesverlauf um 0,12 % höher. Das Währungspaar wird vom Euro (EUR) gestützt, da Investoren erwarten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Sitzung im Juni eine weitere Zinserhöhung vornimmt.

Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus der Eurozone zeichnen ein gemischtes Bild. Die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für den Dienstleistungssektor und den Gesamtindex für Mai wurden am Mittwoch nach oben revidiert, befinden sich jedoch weiterhin im Kontraktionsbereich. Gleichzeitig bestätigte der Erzeugerpreisindex (PPI) für April anhaltenden Inflationsdruck, was die Erwartungen untermauert, dass die EZB ihren geldpolitischen Straffungszyklus nach der Zinserhöhung im Juni fortsetzen könnte.

Die am Donnerstag veröffentlichten Daten wiesen jedoch auf eine schwächere Verbrauchernachfrage hin. Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone sanken im April im Monatsvergleich um 0,4 %, nach einem nach oben revidierten Anstieg von 0,8 % im Vormonat und im Vergleich zu Markterwartungen von einem Rückgang um 0,3 %. Auf Jahresbasis verlangsamte sich das Wachstum der Einzelhandelsumsätze von zuvor 2,1 % auf 1 %. Trotz dieser gemischten Zahlen rechnen Investoren weiterhin mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der nächsten EZB-Sitzung.

Eine Reuters-Umfrage unter Ökonomen ergab, dass erwartet wird, dass die Europäische Zentralbank im Juni ihren Einlagenzins auf 2,25 % anhebt, mit einer weiteren Erhöhung wahrscheinlich im September. Analysten von BNY argumentieren jedoch, dass eine restriktivere Haltung der EZB nicht zwangsläufig zu nachhaltigen Gewinnen für den Euro führen muss.

Auf japanischer Seite wird der japanische Yen (JPY) weiterhin von wachsenden Erwartungen gestützt, dass die Bank of Japan (BoJ) ihre Geldpolitik weiter normalisieren wird. BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda erklärte am Mittwoch, dass die Grundhaltung der Zentralbank darin bestehe, die Zinsen im Einklang mit den wirtschaftlichen, inflations- und finanziellen Entwicklungen weiter anzuheben. Gleichzeitig bekräftigte Japans Finanzministerin Satsuki Katayama, dass die Behörden bereitstehen, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren.

Diese Faktoren begrenzen weiterhin die Gewinne von EUR/JPY trotz der sich verbessernden Stimmung gegenüber dem Euro. Investoren bleiben vorsichtig hinsichtlich der Möglichkeit von Interventionen durch japanische Behörden, falls die Schwäche des japanischen Yen weiter zunimmt.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Kanadischer Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.26% -0.15% -0.14% 0.03% -0.09% -0.18% -0.31%
EUR 0.26% 0.09% 0.13% 0.28% 0.15% -0.02% -0.05%
GBP 0.15% -0.09% 0.02% 0.19% 0.06% -0.11% -0.16%
JPY 0.14% -0.13% -0.02% 0.16% 0.04% -0.14% -0.17%
CAD -0.03% -0.28% -0.19% -0.16% -0.12% -0.30% -0.35%
AUD 0.09% -0.15% -0.06% -0.04% 0.12% -0.16% -0.19%
NZD 0.18% 0.02% 0.11% 0.14% 0.30% 0.16% -0.05%
CHF 0.31% 0.05% 0.16% 0.17% 0.35% 0.19% 0.05%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

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