- EUR/CAD könnte unter Druck geraten, da erwartete schwächere Inflationsdaten aus der Eurozone die Chancen für eine weniger restriktive EZB-Politik erhöhen könnten.
- Die EZB wird voraussichtlich nächsten Donnerstag die Zinsen unverändert lassen, könnte aber im September aufgrund von Energiesorgen eine Zinserhöhung vornehmen.
- Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran sowie gemeldete regionale Explosionen bedrohen die Versorgung im Nahen Osten und könnten den Kanadischen Dollar stützen.
EUR/CAD bleibt nach einer Phase der Volatilität unverändert und handelt während der frühen europäischen Handelsstunden am Freitag um 1,6070. Das Währungspaar könnte aufgrund einer möglichen Schwäche des Euro (EUR) unter Abwärtsdruck geraten. Erwartete schwächere Inflationsdaten aus der Eurozone könnten die Argumente für eine weniger restriktive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) stärken. Insbesondere wird erwartet, dass die Kerninflation des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone mit 2,4 % im Jahresvergleich und 0,2 % im Monatsvergleich stabil bleibt, während die Gesamtinflation des HVPI voraussichtlich um 0,1 % im Monatsvergleich zurückgeht.
Laut Berichten von Reuters wird allgemein erwartet, dass die EZB die Zinssätze nächsten Donnerstag unverändert lässt. Die Entscheidungsträger werden jedoch voraussichtlich im September eine zweite Zinserhöhung des Jahres vornehmen. Diese mögliche Wende wird durch einen erneuten Anstieg der Energiepreise angetrieben, der das Risiko intensiverer und langfristiger Inflationsdrucke in der Region erhöht.
Das Währungspaar EUR/CAD könnte weiter abwerten, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar aufgrund der Erwartungen, dass sich die Ölmärkte bald stabilisieren werden, stärker bleibt. Die eskalierenden militärischen Spannungen und direkten Angriffe zwischen den USA und Iran haben die Sorgen über mögliche Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten stark verschärft.
Diese Ängste bezüglich der Energieversorgung stiegen weiter an, nachdem ein Reuters-Bericht darauf hinwies, dass der Iran die Huthi-Miliz im Jemen angewiesen hat, die wichtige Schifffahrtsroute im Roten Meer zu blockieren, falls die USA iranische Energieinfrastruktur angreifen. Zur geopolitischen Volatilität trägt zudem bei, dass die iranische Nachrichtenagentur Tasnim Explosionen in Bandar Abbas, Qeshm und Ahvaz meldete, wobei separate Detonationen Berichten zufolge bis nach Kuwait und Basra zu hören waren.
Inflation - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Inflation misst die Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen. Der Anstieg wird in der Regel als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat oder Vorquartal ausgewiesen. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Lebensmittel und Energie ausschließt, ist der Maßstab, an dem sich Zentralbanken orientieren, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Der Verbraucherpreisindex (CPI) misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Er wird in der Regel als prozentuale Veränderung im Vergleich zum Vormonat (MoM) und zum Vorjahresmonat (YoY) ausgedrückt. Der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, steht im Fokus der Zentralbanken. Wenn der Kern-CPI über 2 % steigt, führt dies in der Regel zu Zinserhöhungen, und umgekehrt, wenn er unter 2 % fällt. Höhere Zinssätze sind in der Regel positiv für eine Währung, da sie zu Kapitalzuflüssen führen.
Entgegen der Intuition kann hohe Inflation den Wert einer Währung steigern, da Zentralbanken in der Regel die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Dies lockt internationale Investoren an, die von höheren Renditen profitieren möchten.
Gold galt lange als sicherer Hafen in Zeiten hoher Inflation, da es seinen Wert behielt. In jüngerer Zeit hat sich dies jedoch verändert. Zwar wird Gold in Krisenzeiten nach wie vor als sicherer Hafen genutzt, doch hohe Inflation führt oft dazu, dass Zentralbanken die Zinssätze anheben. Dies belastet Gold, da höhere Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold im Vergleich zu zinsbringenden Anlagen erhöhen. Niedrigere Zinsen hingegen machen Gold wieder attraktiver.
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Das sollten Sie am Freitag, den 17. Juli, im Blick behalten:
Der US-Dollar bleibt am frühen Freitag gegenüber seinen Rivalen widerstandsfähig, während die Anleger die neuesten Schlagzeilen aus dem Nahen Osten bewerten. In der zweiten Tageshälfte werden im US-Wirtschaftskalender die Daten zum Exportpreisindex, Importpreisindex und den Baubeginnen für Juni veröffentlicht.