Der EUR/USD ist zum ersten Mal seit Anfang Januar unter 1,0500 gefallen. Die Ökonomen der ING analysieren die Aussichten für das Währungspaar.
Einige neue Negative
Wir sind uns wahrscheinlich alle einig, dass der vorherrschende Trend ein starker Dollar ist. Zwei Entwicklungen in dieser Woche deuten jedoch darauf hin, dass dem Euro eine eigenständige Schwäche bevorstehen könnte. Italien stößt an die Grenzen des Haushalts und einige Vertreter der Europäischen Zentralbank diskutieren über eine starke Anhebung der Mindestreserveanforderungen. Wir sind der Meinung, dass eine Anhebung der Mindestreserven den Euro eindeutig negativ beeinflussen würde.
Es scheint keinen Grund zu geben, den bärischen EUR/USD-Trend noch zu bekämpfen. Für den heutigen Tag sollten wir jedoch die deutsche und spanische Inflation im Auge behalten - für den Fall, dass sie den Anstoß für eine letzte EZB-Erhöhung gibt. Sollte dies nicht der Fall sein, dürfte EUR/USD weiter in den Bereich 1,0400/1,0410 abdriften.
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