• EUR/USD bleibt zum zweiten Tag in Folge unter Druck angesichts eines moderaten USD-Anstiegs.
  • Die eskalierenden US-Iran-Spannungen schüren Inflationsängste und erhöhen die Erwartungen an Fed-Zinserhöhungen, was den USD stützt.
  • Das gemischte technische Bild erfordert Vorsicht, bevor man sich auf eine klare Richtung festlegt.

Das Paar EUR/USD notiert am Freitag zum zweiten Tag in Folge leichter, da energiegetriebene Inflationsängste die Erwartungen an Zinserhöhungen der US-Notenbank (Fed) wiederbeleben und den US-Dollar (USD) angesichts der eskalierenden US-Iran-Spannungen stützen.

Die Kassapreise bewegen sich derzeit um die Region von 1,1435, wobei das Ausbleiben eines nachfolgenden Verkaufs Vorsicht gebietet, bevor man sich auf eine Ausweitung des Pullbacks vom fast vierwöchigen Hoch, das am Mittwoch erreicht wurde, positioniert.

Aus technischer Sicht schwächte sich das Ausbruchsmomentum dieser Woche über dem 23,6%-Fibonacci-Retracement-Level des Rückgangs von April bis Juni nahe dem einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) der 200-Perioden auf der 4-Stunden-Chart ab.

Der Relative Strength Index (RSI) bewegt sich nahe einem neutralen Wert von 50, und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) tendiert leicht negativ. Die Momentum-Indikatoren deuten darauf hin, dass bullische Versuche eingeschränkt bleiben könnten.

Auf der Unterseite liegt die wichtigste strukturelle Unterstützung am Fibonacci-Anker nahe 1,1330, der mit dem jüngsten Swing-Tief übereinstimmt und bei einem tieferen Pullback Käufer anziehen könnte.

Auf der Oberseite wird der unmittelbare Widerstand durch den 200-Perioden-SMA bei 1,1477 definiert, gefolgt vom 38,2%-Retracement bei 1,1508. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marken würde den Weg zu höheren Fibonacci-Hürden bei 1,1563 und 1,1618 öffnen, falls der Aufwärtsdruck anhält.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

EUR/USD 4-Stunden-Chart

Chart Analysis EUR/USD

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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