- EUR/USD bewegt sich in der frühen asiatischen Sitzung am Freitag um 1,1870 seitwärts.
- Der US-Dollar ist nach gemischten US-Wirtschaftsdaten in einer Handelsspanne gefangen.
- Händler werden am Freitag die vorläufigen Eurozonen-BIP- und US-VPI-Inflationsberichte genau beobachten, um neue Impulse zu erhalten.
Das Paar EUR/USD handelt in der frühen asiatischen Sitzung am Freitag auf einem flachen Niveau nahe 1,1870. Das Hauptpaar stabilisiert sich angesichts gemischter Signale aus den neuesten US-Wirtschaftsdaten. Händler warten auf die vorläufige Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Eurozone für das vierte Quartal (Q4) und die US-Inflationsdaten, die später am Freitag veröffentlicht werden.
Zu Beginn dieser Woche zeigten die Daten, dass die Einzelhandelsumsätze in den USA im Dezember unerwartet unverändert blieben, was auf eine zugrunde liegende Schwäche hinweist. Der Wert folgte einem unveränderten Anstieg von 0,6% im November, was schlechter war als die Erwartung von 0,4%. Die US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls, NFP) hingegen waren im Januar stärker als erwartet. Händler bewerten weiterhin die gemischten US-Wirtschaftsdaten und werden am Freitag weitere Hinweise aus dem Verbraucherpreisindex (VPI) der USA für einige Anhaltspunkte zum Zinsweg heranziehen.
"Zu Beginn der Woche erhielten wir Einzelhandelsumsatzzahlen, die die Lage ziemlich schlecht aussehen ließen, und dann erhielten wir Beschäftigungszahlen, die im Wesentlichen das Umfeld ohne Entlassungen und Einstellungen bestätigten, in dem wir uns befinden, und in dem die Fed abwarten wird, bis sie ein besseres Gefühl für Zölle, Inflation und ob die Einzelhandelsumsatzzahlen tatsächlich auf eine bevorstehende Rezession hindeuten, hat," sagte Marvin Loh, Senior Global Market Strategist bei State Street in Boston.
Die Europäische Zentralbank (EZB) beschloss letzte Woche, ihren Leitzins bei 2,0% für die fünfte Sitzung in Folge stabil zu halten, wie allgemein erwartet. Händler erhöhen ihre Wetten, dass die Politik das ganze Jahr über stabil bleibt, bevor möglicherweise im nächsten Jahr Zinserhöhungen erfolgen, was der gemeinsamen Währung etwas Unterstützung bieten könnte.
Das BIP der Eurozone wird für das vierte Quartal voraussichtlich um 0,3% und um 1,3% im Jahresvergleich wachsen. Dennoch könnten Anzeichen einer Schwächung der Eurozone-Wirtschaft den EUR kurzfristig gegenüber dem Greenback drücken.
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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