- EUR/USD gewinnt an Stärke und notiert am Mittwoch in der frühen europäischen Sitzung bei etwa 1,1830.
- Die Beilegung der teilweisen Regierungsstilllegung und die sich ändernden Erwartungen an die Fed-Politik könnten den US-Dollar stützen und den Aufwärtstrend des Paares begrenzen.
- Die EZB wird voraussichtlich die Zinsen bei der ersten Sitzung des Jahres stabil halten.
Das Währungspaar EUR/USD handelt am Mittwoch in der frühen europäischen Sitzung auf einem festeren Niveau nahe 1,1830. Dennoch könnte der Aufwärtstrend des Hauptpaares begrenzt sein, da Händler nach dem schnellen Ende der teilweisen Regierungsstilllegung vorsichtig bleiben. Später am Mittwoch wird die vorläufige Lesung des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) aus der Eurozone genau beobachtet.
Die BBC berichtete, dass US-Präsident Donald Trump ein Gesetz unterzeichnet hat, um eine teilweise Regierungsstilllegung zu beenden, die am Samstag begonnen hatte. Der Deal wurde am Dienstag mit 217 zu 214 Stimmen im US-Repräsentantenhaus verabschiedet. Diese Schlagzeile, zusammen mit Kevins Warshs Nominierung durch Trump als nächsten Chef der Federal Reserve (Fed), könnte dem US-Dollar (USD) etwas Unterstützung bieten, da sie einige der Bedenken hinsichtlich der US-Finanzlage und der Unabhängigkeit der Fed zerstreut.
Alle Augen werden auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag gerichtet sein. Es wird allgemein erwartet, dass die EZB ihre Leitzinsen bei ihrer geldpolitischen Sitzung im Februar unverändert lässt, was die fünfte Sitzung in Folge ohne Änderung darstellt. Händler werden die Pressekonferenz der EZB genau verfolgen, um weitere Hinweise auf die Zinsaussichten zu erhalten. Jegliche hawkischen Bemerkungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde könnten die Gemeinschaftswährung kurzfristig gegenüber dem Greenback stützen.
"Lagarde wird wahrscheinlich wiederholen, dass die Wirtschaft der Eurozone in einer guten Verfassung ist, aber die Risiken bleiben hoch," sagte der Swedbank-Ökonom Nerijus Maciulis. "Die ersten Wochen des Jahres 2026 haben deutlich gezeigt, dass Handelsabkommen und Vereinbarungen sehr fragil bleiben."
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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