- EUR/JPY könnte fallen, da der japanische Yen aufgrund der Erwartungen an eine anhaltende Geldpolitik der BoJ zulegen könnte.
- Japans Kernmaschinenaufträge stiegen im Monatsvergleich um 19,1 %; die Aufträge stiegen im Jahresvergleich um 16,8 % und übertrafen die Prognosen.
- Die Financial Times berichtet, dass die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, möglicherweise vor Oktober 2027 zurücktreten wird.
EUR/JPY setzt seine Gewinne in der zweiten aufeinanderfolgenden Sitzung fort und handelt während der asiatischen Stunden am Donnerstag bei etwa 182,80. Der Aufwärtstrend des Währungspaares könnte eingeschränkt sein, da der japanische Yen (JPY) Unterstützung von den Erwartungen erhalten könnte, dass die Bank of Japan (BoJ) die Geldpolitik weiter straffen wird. Laut Reuters preisen die Märkte nahezu eine 80%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der BoJ im April 2026 ein. Dennoch werden die Entscheidungsträger voraussichtlich bevorstehende Daten bewerten, bevor sie über eine weitere Straffung entscheiden.
Japans Kernmaschinenaufträge sprangen im Dezember 2025 um 19,1 % im Monatsvergleich (MoM) auf 1.052,5 Milliarden Yen und erholten sich von einem Rückgang um 11 % im November, was die Erwartungen eines Anstiegs um 4,5 % weit übertraf. Der Anstieg, der stärkste seit über einem Jahrzehnt, wurde durch große, einmalige Aufträge von Raffinerien und Produzenten von Kernbrennstoffen angetrieben. Im Jahresvergleich stiegen die Aufträge des privaten Sektors im Dezember um 16,8 % und kehrten damit den Rückgang um 6,4 % im November um und übertrafen die Prognosen für einen Anstieg um 3,9 %.
Die Financial Times berichtete, dass die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, möglicherweise vor ihrem geplanten Rücktritt im Oktober 2027 zurücktreten wird. Der Bericht besagte, dass Lagarde dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem deutschen Kanzler Friedrich Merz Zeit geben möchte, um sich auf ihren Nachfolger zu einigen, obwohl kein Zeitrahmen angegeben wurde.
In der Zukunft werden sich die Händler auf die am Freitag fälligen Daten zum nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) Japans konzentrieren. Der Fokus wird sich auf die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes (EMI) aus Deutschland und der Eurozone verlagern.
Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.
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Das sollten Sie am Donnerstag, den 19. Februar, im Blick behalten:
Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, könnte laut einem Bericht der Financial Times früher als geplant im Oktober 2027 von ihrem Posten zurücktreten.