• EUR/JPY schwächt sich am frühen europäischen Handel am Freitag auf nahe 179,10 ab. 
  • Die BoJ dürfte nächste Woche die Zinsen um 25 Basispunkte anheben.
  • Das Währungspaar behält kurzfristig eine bärische Tendenz bei, wobei der RSI überverkauft ist.
  • Die erste Aufwärtsbarriere liegt bei 180,00; die erste zu beobachtende Unterstützung befindet sich bei 178,42. 

Das Währungspaar EUR/JPY notiert am Freitag während der frühen europäischen Handelssitzung im negativen Bereich um 179,10. Die Erwartung einer Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) in der kommenden Woche stützt den japanischen Yen (JPY) gegenüber dem Euro (EUR). 

Von Reuters befragte Analysten erwarten, dass die BoJ den Leitzins auf der Sitzung am 17. und 18. September auf 1,25% anheben wird, bis Ende März nächsten Jahres auf 1,5% und dann im zweiten Quartal (Q2) 2027 auf 1,75%. Eine Anhebung auf 1,25% würde den Leitzins der BoJ auf ein Niveau bringen, das seit 31 Jahren nicht mehr gesehen wurde. 

Die Zentralbank des japanischen Yen könnte auf eine schnellere künftige Straffung hindeuten, wenn der Preisdruck die Risiken eines Inflationsüberschusses erhöht, so Reuters. Händler werden bei der Pressekonferenz von Gouverneur Kazuo Ueda genau auf Hinweise zum Tempo künftiger Zinserhöhungen und darauf achten, wie weit die Zentralbank die Zinsen im aktuellen Straffungszyklus anheben könnte.

BoJ-Hardliner setzen den Yen unter Druck, da die Märkte auf die September-Zinserhöhung blicken

Strategen bei Brown Brothers Harriman heben hervor, dass jüngste Äußerungen des BoJ-Vorstandsmitglieds Kazuyuki Masu eine klare hawkische Ausrichtung der Zentralbank unterstreichen. Masu argumentierte, dass „ich überzeugt bin, dass die Bank zur Vervollständigung der Normalisierung der Geldpolitik in Japan den Leitzins (derzeit 1,00%) weiter anheben muss, damit er sich deutlich innerhalb der geschätzten Spanne des neutralen Zinssatzes (1,10% und 2,50%) bewegt.“ Vor diesem Hintergrund merkt BBH an, dass die Märkte eine Zinserhöhung der BoJ um 25 Basispunkte auf 1,25% am 18. September seit mehreren Tagen „praktisch vollständig eingepreist“ hätten, fügt jedoch hinzu, dass „ein Schritt um 50 Basispunkte nicht ausgeschlossen werden kann, da die zugrunde liegende Inflation dem 2%-Ziel sehr nahe ist und Japans Wirtschaft leicht über ihrem Potenzial läuft.“

Chart Analysis EUR/JPY

Technische Analyse: EUR/JPY behält unter dem 100-Tage-SMA einen negativen Ausblick bei

Im Tageschart setzt EUR/JPY seine bärische kurzfristige Tendenz fort, da der Spotkurs deutlich unter dem 20-Tage-Bollinger-Simple-Moving-Average und dem 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) bleibt. Das Paar bewegt sich entlang der unteren Hälfte des Bollinger-Bands, wobei die untere Begrenzung als nächster Volatilitätsboden dient, während der Relative Strength Index (14) um 28 überverkaufte Bedingungen signalisiert, die den Abwärtsdruck zwar verlangsamen, aber noch nicht umkehren könnten.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei der psychologischen Marke von 180,00. Weiter nördlich ist die nächste Hürde der 20-Tage-Bollinger-SMA bei rund 183,35, vor dem 100-Tage-SMA bei 184,55. Das obere Bollinger-Band bei 188,90 markiert eine weiter entfernte Begrenzung, falls eine Korrekturerholung an Fahrt gewinnt. 

Auf der Abwärtsseite fungiert das Tief vom 10. September bei 178,42 als erste Unterstützung für das Währungspaar, gefolgt vom unteren Bollinger-Band um 177,80. Ein klarer Bruch unter dieses Niveau würde das Tief vom 5. November 2025 bei 175,70 freilegen. 

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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