- EUR/CHF bewegt sich nach unten, da Händler auf die vorläufigen Inflationsdaten der Eurozone gedämpft reagieren.
- Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone stieg im November um 2,2 % im Jahresvergleich, während der Kern-HVPI bei 2,4 % im Jahresvergleich blieb.
- Händler werden vorsichtig vor der Veröffentlichung des VPI der Schweiz, da die SNB nächste Woche mit unveränderten Zinsen von 0 % gerechnet wird.
Der Euro (EUR) bewegt sich am Dienstag gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) nach unten, wobei EUR/CHF bei etwa 0,9333 gehandelt wird und sich leicht von der oberen Grenze seiner mehrtägigen Spanne zurückzieht, nachdem er den Großteil des Tages flach gehandelt wurde, da die Händler auf die vorläufigen Inflationsdaten der Eurozone gedämpft reagieren.
Die neuesten Zahlen aus der Eurozone zeigen ein gemischtes, aber stabiles Inflationsbild für November. Der vorläufige harmonisierte Verbraucherpreisindex stieg um 2,2 % im Jahresvergleich, was leicht über dem Konsens von 2,1 % liegt und dem Tempo vom Oktober entspricht. Der Kern-HVPI erhöhte sich um 2,4 % im Jahresvergleich und lag damit knapp unter der Prognose von 2,5 % und unverändert im Vergleich zu Oktober.
Monatlich fiel der Kern-HVPI im November um 0,5 %, was den Anstieg von 0,3 % im Oktober umkehrte. Der Gesamt-HVPI sank im November um 0,3 % im Vergleich zu einem Anstieg von 0,2 % im Oktober.
Die Inflationsdaten unterstützen die Argumentation für die Europäische Zentralbank (EZB), ihre derzeitige Haltung beizubehalten, und verstärken die Markterwartungen, dass die Zinssätze unverändert bleiben, während die Inflation leicht über dem mittelfristigen Ziel von 2 % der EZB liegt. Da die Entscheidungsträger wenig Dringlichkeit signalisieren, die Politik weiter anzupassen, richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf die nächste geldpolitische Entscheidung der EZB, die für den 18. Dezember geplant ist.
Diese Sichtweise wird weiter untermauert, da das Mitglied des EZB-Direktoriums, Joachim Nagel, am Dienstag in einem Interview mit dem deutschen Magazin Stern sagte, dass die Eurozone ihr Inflationsziel "praktisch erreicht" habe und dass die Inflationsrate in naher Zukunft um dieses Niveau schwanken werde.
Das gedämpfte Momentum von EUR/CHF spiegelt auch die Vorsicht der Händler vor den Inflationsdaten der Schweiz wider, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Ökonomen erwarten, dass der Schweizer Verbraucherpreisindex im November um 0,1 % im Monatsvergleich fällt, nach einem Rückgang von 0,3 % im Oktober, während die jährliche CPI-Rate voraussichtlich stabil bei 0,1 % bleibt.
Die bevorstehende Veröffentlichung wird voraussichtlich die Erwartungen hinsichtlich der Aussichten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vor ihrer Zinssatzentscheidung am 11. Dezember prägen. Analysten erwarten allgemein, dass die Zentralbank die Zinsen unverändert bei 0 % belässt.
Jüngste Kommentare von SNB-Präsident Martin Schlegel unterstrichen, dass die Hürde für eine Rückkehr zu negativen Zinssätzen "hoch" bleibt, obwohl er betonte, dass die SNB bereit ist, die Zinsen bei Bedarf zu senken. SNB-Vorstandsmitglied Petra Tschudin wies ebenfalls darauf hin, dass die Inflation in den kommenden Quartalen voraussichtlich leicht steigen wird.
SNB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) steuert die Geldpolitik des Landes und strebt eine jährliche Inflationsrate von unter 2 % an, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) legt die Zinssätze fest, um die Preisstabilität zu gewährleisten. Wenn die Inflation über das Ziel hinausgeht, erhöht die SNB die Zinsen, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinsen stärken den Schweizer Franken (CHF), während niedrigere Zinsen ihn schwächen.
Die SNB greift zudem regelmäßig in den Devisenmarkt ein, um eine übermäßige Aufwertung des Schweizer Frankens zu verhindern, da ein starker Franken die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Schweizer Wirtschaft belastet. Zwischen 2011 und 2015 führte die SNB sogar eine feste Bindung des Frankens an den Euro ein, um dessen Aufwertung zu stoppen. Heute interveniert die Bank, indem sie ihre umfangreichen Devisenreserven nutzt, um Fremdwährungen wie den US-Dollar oder den Euro zu kaufen. In Zeiten hoher Inflation, insbesondere getrieben durch steigende Energiepreise, verzichtet die SNB jedoch auf Eingriffe, da ein starker Franken die Energieimporte verbilligt und so den Inflationsdruck auf Schweizer Haushalte und Unternehmen mildert.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) überprüft viermal jährlich, im März, Juni, September und Dezember, ihre geldpolitische Ausrichtung. Dabei veröffentlicht sie auch eine mittelfristige Inflationsprognose, die in den darauffolgenden Monaten das geldpolitische Umfeld maßgeblich prägen kann.
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