- EUR/CAD wertet vor der Veröffentlichung der vorläufigen Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI)-Daten der Eurozone ab.
- Der rohstoffgebundene Kanadische Dollar erhält Unterstützung durch höhere Ölpreise.
- US-Beamte geben an, sie hätten Kommandoposten der IRGC, Luftabwehr und Raketenstartplätze zerstört.
EUR/CAD setzt seine Verlustserie zum vierten Mal in Folge fort und notiert während der europäischen Handelsstunden am Dienstag bei etwa 1,5910. Händler warten auf die vorläufigen Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI)-Daten der Eurozone für Februar, die später am Tag veröffentlicht werden sollen.
Der EUR/CAD-Kurs wertet ab, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung durch höhere Ölpreise erhält. Kanadas Status als großer Rohölexporteur macht seine Währung besonders empfindlich gegenüber Bewegungen der Ölpreise.
Der Preis für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts in Richtung 75,00 USD. Die Rohölpreise bleiben aufgrund von Versorgungsängsten durch den Krieg im Nahen Osten stark. US-Militärbeamte gaben am Dienstag bekannt, dass sie seit Beginn der gemeinsamen israelisch-US-amerikanischen Offensive am Samstag Kommandoposten der Revolutionsgarden Irans sowie iranische Luftabwehr- und Raketenstartplätze zerstört haben.
Ebrahim Jabari, leitender Berater des Oberbefehlshabers der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), sagte: "Die Straße von Hormuz ist geschlossen. Wenn jemand versucht, hindurchzufahren, werden die Helden der Revolutionsgarden und die reguläre Marine diese Schiffe in Brand setzen," berichtete Reuters.
Darüber hinaus erhält der CAD Unterstützung, da höhere Ölpreise die Bedenken über eine neue Inflationswelle in Kanada neu entfachen, da Investoren befürchten, dass steigende Energiekosten die Zentralbanken zwingen könnten, die Zinsen länger hoch zu halten.
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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Das sollten Sie am Dienstag, den 3. März, im Blick behalten:
Der US-Dollar gewinnt weiterhin an Stärke gegenüber seinen Rivalen nach der bullischen Bewegung am Montag, wobei der USD-Index am Dienstagmorgen in Europa über 98,80 schwankt, dem höchsten Stand seit Ende Januar. Der europäische Wirtschaftskalender wird später am Tag vorläufige Daten zum Harmonisierten Verbraucherpreisindex für Februar enthalten. Dennoch werden die Marktteilnehmer weiterhin auf Nachrichten zur Krise im Nahen Osten achten und den Kommentaren der Zentralbanker besondere Aufmerksamkeit schenken.