• Die Dow Jones-Futures steigen, da allgemein erwartet wird, dass die Federal Reserve bei ihrer bevorstehenden Sitzung die Zinssätze unverändert lässt.
  • Steigende Ölpreise aufgrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran entfachten erneut Inflationsängste und trieben die Erwartungen für eine Zinserhöhung im September auf 60,7 %.
  • Die US-Indizes blicken nun nach einem durch einen Ausverkauf bei Halbleitern ausgelösten Tech-Rückgang auf die bevorstehenden Unternehmensgewinne zur Orientierung.

Die Dow Jones-Futures gewinnen 0,14 % und notieren während der europäischen Handelszeiten am Montag bei rund 52.450. Unterdessen steigen die S&P 500-Futures und Nasdaq 100-Futures um 0,26 % bzw. 0,50 % und handeln nahe 7.520 bzw. 28.920.

Die US-Aktien-Futures gewinnen an Boden, da allgemein erwartet wird, dass die Federal Reserve (Fed) bei ihrer bevorstehenden Sitzung die Zinssätze unverändert lässt. Die Märkte spiegeln jedoch über das CME FedWatch Tool nun eine Wahrscheinlichkeit von 60,7 % für eine Zinserhöhung im September wider, da die Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran die Ölpreise nach oben treiben und wiederauflebende Inflationsrisiken die Erwartungen für Zinserhöhungen befeuern.

Die USA haben ihre neunte aufeinanderfolgende Nacht von Angriffen auf iranische Ziele gestartet. Als Reaktion erklärten iranische Beamte, dass der Waffenstillstand zwischen den beiden Nationen faktisch aufgehoben sei, was den Weg für eine Vertiefung der Störungen wichtiger Energiewege durch die engen Wasserstraßen der Region öffnet.

Nach einem von der Tech-Branche angeführten Rückgang, der durch einen starken Ausverkauf bei Halbleiteraktien ausgelöst wurde, suchen die wichtigsten US-Indizes nun nach Orientierung in den bevorstehenden Unternehmensgewinnen. In der vergangenen Woche fiel der Nasdaq Composite um 2,9 %, der S&P 500 sank um 1,55 % und der Dow Jones verlor 0,93 %. Angeführt wurde der Rückgang vom VanEck Semiconductor ETF, der um fast 9 % einbrach und seinen dritten Wochenverlust in vier Wochen verzeichnete. Die Anleger richten ihren Fokus nun auf die bevorstehenden hochkarätigen Quartalsberichte von Alphabet, Tesla und Intel.

Dow Jones - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.

Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.

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