Die Strategen der Bank of New York Mellon (BNY) sehen die wiedererstarkte Stärke des US-Dollars zunehmend als Belastungsfaktor für die Währungen im asiatisch-pazifischen Raum (APAC). Besonders das Währungspaar USD/JPY stehe dabei im Fokus. Nach Einschätzung von Geoff Yu könnte ein nachhaltiger Ausbruch über einen wichtigen technischen Widerstand negative Auswirkungen auf die Devisenmärkte, Aktien und Anleiherenditen in der Region haben. Anleger konzentrierten sich derzeit stärker auf die Absicherung ihrer Währungsrisiken als auf Konjunkturdaten.
Dollar-Aufwertung setzt APAC-Währungen unter Druck
„Asien sieht sich nun erneut mit Gegenwind durch den wiedererstarkten US-Dollar konfrontiert, da die Märkte ihre Erwartungen an die Zinspolitik der US-Notenbank neu bewerten. Hinzu kommen anhaltende Kapitalabflüsse aus dem Ausland und eine fragile Stimmung an den Aktienmärkten.“
„Makrodaten dürften vorerst in den Hintergrund treten, da sich Anleger angesichts der breiten Dollar-Stärke auf das Management der Währungsabsicherung ihrer Portfolios konzentrieren.“
„USD/JPY bleibt das wichtigste Währungspaar, das es derzeit zu beobachten gilt.“
„Ein nachhaltiger Ausbruch über den technischen Widerstand bei 162 würde das Risiko negativer Auswirkungen auf die APAC-Währungen, die Aktienmärkte und die Anleiherenditen in der Region erhöhen.“
„Der Offshore-Yuan (CNH) hat sich bislang vergleichsweise widerstandsfähig gezeigt. Diese Entwicklung dürfte jedoch zunehmend schwer aufrechtzuerhalten sein, was darauf hindeutet, dass Anleger ihre Absicherung gegen einen stärkeren US-Dollar wieder ausbauen könnten, falls dessen Aufwertung anhält.“
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Das sollten Sie am Dienstag, den 30. Juni, im Blick behalten:
Der japanische Yen notiert am letzten Handelstag des zweiten Quartals auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahrzehnten gegenüber dem US-Dollar, wobei das Paar USD/JPY über 162,00 steigt. Auf dem Wirtschaftskalender stehen vorläufige Daten zum Verbraucherpreisindex für Juni aus Deutschland sowie Wachstumsdaten zum Bruttoinlandsprodukt für April aus Kanada. Außerdem wird das US Bureau of Labor Statistics die JOLTS-Arbeitsmarktdaten für Mai veröffentlichen und das Conference Board den Bericht zum Verbrauchervertrauen für Juni herausgeben.