DAX Futures über 25.882 Punkten – doch der SuperTrend bleibt bearish


Die DAX Futures starten am Mittwochmorgen leicht im Plus, doch von echter Stärke kann bislang keine Rede sein. Der Future notiert bei 25.876,5 Punkten und damit 0,34 % höher. Entscheidend ist jedoch: Die aktuelle Tageskerze ist noch nicht abgeschlossen. Eine belastbare Bestätigung für die nächste Richtung fehlt damit weiterhin.

Genau das macht die Lage derzeit so spannend. Die DAX Futures handeln praktisch direkt an zwei wichtigen gleitenden Durchschnitten. Der 20-Tage-Durchschnitt liegt bei 25.872,1 Punkten, der 50-Tage-Durchschnitt bei 25.882,5 Punkten. Der Markt steckt damit mitten in einer technischen Entscheidungszone.

Für Anleger bedeutet das: Noch ist nichts entschieden. Aber die nächsten Bewegungen könnten deutlich wichtiger werden als das kleine Plus am Mittwochmorgen vermuten lässt.

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DAX Futures: Das Momentum bleibt angeschlagen

Auf Tagesbasis bleibt die Struktur neutral bis bearish.

Der Kurs liegt nahezu exakt zwischen dem 20- und dem 50-Tage-Durchschnitt. Solche Konstellationen sorgen häufig für unruhige Bewegungen, weil Käufer und Verkäufer um dieselbe Zone kämpfen. Erst wenn sich der DAX Future klar davon lösen kann, wird das Bild sauberer.

Auch beim Momentum fehlt bislang Rückenwind.

Die MACD-Linie liegt bei -96,21 und damit unter der Signallinie bei -90,31. Das spricht weiterhin für ein negatives Momentum.

Der SuperTrend zeichnet ein ähnliches Bild. Er bleibt bei rund 26.136,9 Punkten bearish. Solange diese Zone nicht zurückerobert wird, bleibt die Oberseite technisch begrenzt.

Hinzu kommt eine ATR von 284,71 Punkten. Das zeigt: Die täglichen Schwankungen bleiben erhöht. Anleger müssen also weiterhin mit größeren Bewegungen rechnen.

Die Lage ist damit nicht eindeutig schwach. Aber sie ist fragil.

Diese Marke könnte jetzt alles entscheiden

Kurzfristig liegt der Fokus auf 25.882,5 Punkten.

Ein nachhaltiger Tagesschluss oberhalb dieser Marke würde das Bild verbessern. Wirklich entscheidend wird es allerdings erst bei 26.150 Punkten.

Dort wartet nicht nur ein klassischer Widerstand. In unmittelbarer Nähe verlaufen auch der bearishe SuperTrend und das 61,8-%-Fibonacci-Retracement bei rund 26.144 Punkten.

Damit entsteht eine Widerstandszone, die technisch deutlich wichtiger ist als die beiden gleitenden Durchschnitte darunter.

Sollte der DAX Future über 26.150 Punkte ausbrechen, wäre das ein klares Signal, dass die Käufer wieder mehr Kontrolle übernehmen. Dann würde das jüngste Hoch bei 26.665 Punkten in den Fokus rücken.

Scheitert der Markt dagegen erneut an dieser Zone, bleibt die laufende Korrektur aktiv.

Auf der Unterseite ist 25.301 besonders wichtig. Ein Bruch dieser Marke würde die zuletzt gebildete Folge höherer Tiefs schwächen. Danach lägen die nächsten Unterstützungen bei 24.900 und 24.500 Punkten.

Was jetzt für Bullen und Bären spricht

Für die Bullen ist die Ausgangslage klar.

Zunächst müssen die DAX Futures die Zone zwischen 25.872 und 25.882,5 Punkten behaupten. Danach zählt vor allem der Bereich um 26.150 Punkte.

Gelingt dort ein sauberer Ausbruch, würde sich das technische Bild deutlich verbessern. Das nächste Ziel läge dann bei 26.665 Punkten. Darüber käme auch die Marke von 27.000 Punkten ins Spiel.

Bei einem aggressiveren bullishen Setup läge die Absicherung bei 25.458 Punkten. Das mögliche Chance-Risiko-Verhältnis beträgt bis zu 2,61 zu 1.

Die Aussagekraft bleibt allerdings zunächst mittel. Für einen überzeugenden Ausbruch wären zusätzlich steigendes Volumen und ein Wechsel des SuperTrend-Signals wichtig.

Die Bären haben dagegen einen anderen Ansatzpunkt.

Eine erneute Abweisung im Bereich zwischen 25.872 und 26.150 Punkten würde die bestehende Schwäche bestätigen. In diesem Fall wäre 25.301 das erste Ziel.

Fällt diese Unterstützung, könnten anschließend 24.900 und 24.500 Punkte angelaufen werden.

Je nach Einstieg ergibt sich dabei ein mögliches Chance-Risiko-Verhältnis von bis zu 4,94 zu 1. Auch hier bleibt die Aussagekraft mittel, weil MACD und SuperTrend zwar bearish bleiben, ein echter Abverkauf aber noch bestätigt werden müsste.

Der DAX braucht jetzt eine Bestätigung

Noch interessanter würde die bearishe Seite bei einem Tagesschluss unterhalb der Ichimoku-Unterstützungszone bei rund 25.680 Punkten.

Das wäre ein stärkeres technisches Signal als eine bloße kurzfristige Schwäche.

In diesem Fall würden 25.301 und danach 24.900 Punkte in den Mittelpunkt rücken. Eine Rückkehr über 26.150 Punkte würde dieses Szenario wieder schwächen.

Auch hier gilt: Erst die Bestätigung macht aus einem möglichen Setup ein belastbareres Signal.

Und genau das ist derzeit der wichtigste Punkt.

Die DAX Futures bewegen sich an einer Stelle, an der viele technische Signale eng beieinanderliegen. Solange der Markt zwischen rund 25.300 und 26.150 Punkten festhängt, bleibt die Lage anfällig für Fehlsignale.

Ein nachhaltiger Ausbruch aus dieser Zone dürfte deshalb deutlich mehr Aussagekraft besitzen als die aktuelle Tagesbewegung.

25.882 oder 26.150? Das ist der Unterschied

Kurzfristig ist 25.882,5 der Dreh- und Angelpunkt.

Diese Marke entscheidet darüber, ob sich das kurzfristige Bild verbessert oder ob der DAX Future weiter unter Druck bleibt.

Die eigentliche Trendprüfung wartet aber höher.

26.150 Punkte sind die entscheidende Marke.

Erst oberhalb dieser Zone würde sich das technische Bild spürbar aufhellen. Darunter bleibt die Gefahr bestehen, dass der jüngste Anstieg nur eine Erholung innerhalb einer weiterhin fragilen Struktur war.

Auf der Unterseite ist 25.301 die Marke, die Anleger nicht aus den Augen verlieren sollten.

Fällt sie, wäre das ein klares Warnsignal.

Steigt der Markt dagegen über 26.150 Punkte, könnte sich der Fokus schnell wieder auf 26.665 Punkte und anschließend 27.000 Punkte verschieben.

Die entscheidende Botschaft lautet deshalb: Bei den DAX Futures geht es jetzt weniger um das kleine Plus am Mittwochmorgen und mehr um die Frage, welche dieser Schlüsselmarken zuerst fällt.

Risikohinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und dem Finanzjournalismus und stellt keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung dar. Der Handel mit Aktien, Indizes und Derivaten ist mit Verlustrisiken verbunden und kann zum teilweisen oder vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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