Die Inflation in China bleibt nach Einschätzung von Societe Generale gedämpft. Der Verbraucherpreisindex (CPI) habe im Mai bei 1,2 Prozent gelegen, die Kerninflation bei 1,1 Prozent. Gleichzeitig sei der Erzeugerpreisindex (PPI) auf den höchsten Stand seit vier Jahren gestiegen. Dies deute auf eine schwache Konsumnachfrage und anhaltenden Margendruck in der Wirtschaft hin.
Straffere Politik bei Kapitalströmen
„Die Verbraucherpreise lagen im Mai unverändert bei 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Kerninflation leicht auf 1,1 Prozent nachgab. Der Erzeugerpreisindex stieg dagegen auf 3,9 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit vier Jahren. Dies weist auf eine verhaltene Konsumnachfrage und anhaltenden Druck auf die Gewinnmargen hin.“
„Im Gegensatz dazu bleibt das außenwirtschaftliche Bild robust. Der Handelsüberschuss weitete sich auf 105,4 Milliarden US-Dollar aus, gestützt durch ein starkes Exportwachstum, insbesondere bei Produkten mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz.“
„PBoC-Gouverneur Pan Gongsheng stellte Chinas Finanzmärkte als stabiles Anlageziel und als sicheren Hafen in Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen und globaler Volatilität dar. Dabei hob er deren Tiefe und Liquidität als attraktive Merkmale zur Diversifizierung hervor.“
„Auf der politischen Seite kombinieren die Behörden gezielte Lockerungsmaßnahmen mit einer strengeren Kontrolle der Kapitalströme. Banken werden dazu angehalten, US-Dollar-Einlagen zu Zinssätzen oberhalb des SOFR anzuziehen, um Exporterlöse im Ausland zu halten und eine zu starke Aufwertung des Yuan zu begrenzen. Gleichzeitig werden grenzüberschreitende Kontrollen verschärft.“
„Der Yuan fungiert weiterhin als regionaler Anker. Zudem haben sich chinesische Staatsanleihen vergleichsweise stabil entwickelt, obwohl die Renditen zehnjähriger chinesischer Staatsanleihen seit ihren Tiefständen Anfang Juni um rund fünf Basispunkte gestiegen sind.“
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Das sollten Sie am Montag, den 15. Juni, im Blick behalten:
Die Märkte begrüßen zu Beginn der Woche die Nachricht, dass die Vereinigten Staaten und der Iran eine Einigung über einen Rahmenvertrag zur Beendigung des Krieges erzielt haben. Im weiteren Verlauf der Sitzung stehen im US-Wirtschaftskalender die Empire State Manufacturing Umfrage der Federal Reserve Bank of New York für Juni und die Industrieproduktionsdaten für Mai im Fokus.