• Der GBP/JPY fehlt am Dienstag eine klare Intraday-Richtung, obwohl die Abwärtsbewegung abgefedert bleibt.
  • Interventionsrisiken stützen den JPY und begrenzen das Währungspaar, während eine große Zinsdifferenz zwischen Großbritannien und Japan als Rückenwind wirkt.
  • Die JPY-Bullen bleiben angesichts wirtschaftlicher Risiken durch die Nahost-Krise in der Defensive.

Das Währungspaar GBP/JPY kämpft darum, nennenswerte Zugkraft zu gewinnen, und schwankt am Dienstag im frühen europäischen Handel zwischen verhaltenen Gewinnen und leichten Verlusten. Die Spotpreise bleiben innerhalb der Handelsspanne des Vortags und notieren derzeit knapp unter der Marke von 217,00, nahezu unverändert für den Tag.

Händler bleiben angesichts von Spekulationen wachsam, dass die japanischen Behörden eingreifen werden, um die heimische Währung zu stützen. Hinzu kommt, dass Japans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, dass eine Änderung der Vermögensallokation des Government Pension Investment Fund (GPIF) geprüft werden könnte, falls sich das Investitionsumfeld stark verändert. Dies wiederum bietet dem japanischen Yen (JPY) Unterstützung und erweist sich als wichtiger Faktor, der dem Währungspaar GBP/JPY Gegenwind verleiht.

Die anhaltend große Zinsdifferenz zwischen Japan und anderen wichtigen Volkswirtschaften, einschließlich Großbritannien, hält die JPY-Bullen jedoch davon ab, aggressive Wetten abzuschließen. Tatsächlich hat die Bank of Japan (BoJ) im Juni ihren Leitzins auf 1 % angehoben, den höchsten Stand seit 1995, während der Leitzins der Bank of England (BoE) bei 3,75 % liegt, was eine Zinsdifferenz von rund 275 Basispunkten (bps) ergibt. Dies hält den sogenannten JPY-Carry-Trade aktiv und begrenzt die Abwärtsrisiken für das Währungspaar GBP/JPY.

Unterdessen verschärft eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen den USA und Iran sowie die Schließung der wichtigen Straße von Hormus die wirtschaftlichen Sorgen angesichts Japans starker Abhängigkeit von Ölimporten aus dem Nahen Osten. Zudem profitiert das britische Pfund (GBP) von einem schwächeren US-Dollar (USD) angesichts nachlassender politischer Unsicherheiten in Großbritannien und hawkischer BoE-Wetten, was die Grundlage für die Fortsetzung des in den letzten etwa drei Wochen beobachteten Aufwärtstrends des GBP/JPY-Paares stützt.

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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Die Rohölpreise steigen am Dienstag zum zweiten Mal in Folge deutlich an, da die Anleger zunehmend besorgt über die Nachhaltigkeit des Waffenstillstands zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sind. In der zweiten Tageshälfte wird das US Bureau of Labor Statistics die Daten zum Verbraucherpreisindex für Juni veröffentlichen. Darüber hinaus wird der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, vor dem House Financial Services Committee zum halbjährlichen geldpolitischen Bericht aussagen.

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