- GBP/USD zieht nach einer rückläufigen Gap-Eröffnung zu Beginn einer neuen Woche einige Käufer an.
- Das fragile US-Iran-Friedensabkommen und die hawkishe Fed stützen den USD und begrenzen das Paar.
- Das politische Chaos im Vereinigten Königreich und geringere BoE-Zinserhöhungserwartungen sollten die Spotpreise weiter unter Kontrolle halten.
Das GBP/USD-Paar klettert während der asiatischen Sitzung zurück in den Bereich um 1,3235 und scheitert an der wöchentlichen rückläufigen Gap-Eröffnung angesichts eines moderaten US-Dollar (USD)-Abwärtstrends, wobei das Aufwärtspotenzial begrenzt zu sein scheint.
Die Vermittler Katar und Pakistan kündigten eine formelle 60-Tage-Roadmap an, die auf die Sicherung eines endgültigen US-Iran-Friedensabkommens abzielt, was wiederum den sicheren Hafen Dollar begrenzt und einige Intraday-Short-Covering-Bewegungen rund um das GBP/USD-Paar auslöst. Allerdings könnten geopolitische Entwicklungen am Wochenende zusammen mit der hawkishen Ausrichtung der US-Notenbank (Fed) als Rückenwind für den Greenback wirken.
Iran schloss am Samstag erneut die Straße von Hormus als Reaktion auf die erneuten Feindseligkeiten Israels im Libanon. Zudem verließen iranische Verhandlungsführer die Friedensgespräche in der Schweiz als Reaktion auf die Drohung des US-Präsidenten Donald Trump, erneut gegen Iran vorzugehen. Dies hält geopolitische Risikoprämien im Spiel, was die USD-Bullen begünstigt und die Entstehung frischer Verkäufe rund um das GBP/USD-Paar unterstützt.
Unterdessen deuten Berichte darauf hin, dass der britische Premierminister Keir Starmer bereits am Montag seinen Rücktritt ankündigen könnte, was den Weg für den ehemaligen Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, ebnen würde. Die politische Turbulenz im Vereinigten Königreich könnte wiederum das Britische Pfund (GBP) weiterhin belasten und dazu beitragen, das GBP/USD-Paar unter Kontrolle zu halten, was vor aggressiven bullischen Wetten zur Vorsicht mahnt.
Darüber hinaus deuten geringere Wetten auf Zinserhöhungen durch die Bank of England (BoE) darauf hin, dass jede anschließende Aufwärtsbewegung als Verkaufsgelegenheit gesehen werden könnte. Daher sind starke Anschlusskäufe erforderlich, um zu bestätigen, dass das GBP/USD-Paar kurzfristig seinen Tiefpunkt erreicht hat, bevor man sich für eine bedeutende Erholung vom tiefsten Stand seit Ende März, der am Freitag erreicht wurde, positioniert.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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Das sollten Sie am Freitag, den 19. Juni, im Blick behalten:
Der US-Dollar profitiert am frühen Freitag von der risikoscheuen Marktstimmung und baut seine Wochengewinne gegenüber seinen wichtigsten Rivalen aus. In der zweiten Tageshälfte werden die Einzelhandelsumsätze für April aus Kanada die einzigen Daten im Wirtschaftskalender sein