- USD/JPY handelt seitwärts bei 161,75 im frühen asiatischen Handel am Donnerstag.
- Interventionswarnungen von japanischen Beamten könnten den japanischen Yen stützen.
- Die Markterwartungen für eine US-Zinserhöhung sind seit der geldpolitischen Entscheidung der Fed in der vergangenen Woche gestiegen.
Das Paar USD/JPY handelt im frühen asiatischen Handel am Donnerstag seitwärts nahe einem mehrjährigen Hoch von rund 161,75. Das potenzielle Aufwärtspotenzial für das Paar könnte angesichts intensiver Spekulationen über eine bevorstehende Währungsintervention der japanischen Behörden begrenzt sein.
Japans Finanzministerin Satsuki Katayama und US-Finanzminister Scott Bessent einigten sich darauf, bei Bedarf Maßnahmen in Bezug auf die Währungen zu ergreifen. Diese Entwicklung hat intensive Marktspekulationen über eine gemeinsame US-japanische Währungsintervention angeheizt, die den japanischen Yen (JPY) stützt und dem Paar Gegenwind verleiht. Außerdem erklärte Japans Kabinettssekretär Minoru Kihara am Dienstag, dass er bei Bedarf angemessene Maßnahmen gegen die Devisenbewegungen ergreifen werde.
Andererseits könnten hawkische Signale der US-Notenbank (Fed) den Greenback stärken. Die Fed entschied auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Juni, den Leitzins zwischen 3,50 % und 3,75 % unverändert zu lassen. Kevin Warsh sagte in seiner ersten Pressekonferenz als Vorsitzender, dass „Preisniveaustabilität“ das Leitprinzip der Fed sein werde.
Die Märkte preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von 34,2 % für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) auf der Juli-Sitzung ein, gegenüber 8,5 % vor einer Woche, und 66,4 % für September, gegenüber 29,1 %, laut dem CME FedWatch Tool.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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