MUFG-Analyst Hardman sieht in der scharfen Korrektur bei den von KI-Werten geprägten südkoreanischen Aktien ein mögliches Risiko für den koreanischen Won. USD/KRW war nach den starken US-Arbeitsmarktdaten zunächst auf ein neues Hoch über 1.560 gestiegen, fiel anschließend jedoch um rund 1,5 Prozent, nachdem die Behörden Notfallmaßnahmen zur Stabilisierung des Devisenmarktes angekündigt hatten. Dazu zählen eine strengere Überwachung von Offshore-Derivaten sowie eine intensivere Kontrolle mutmaßlicher Marktmanipulationen und illegaler Transaktionen.

Aktienverkauf und Notfallmaßnahmen am Devisenmarkt

„Die kräftige Korrektur am südkoreanischen Aktienmarkt, der von den KI-Technologiewerten von Samsung Electronics und SK Hynix dominiert wird, könnte den Verkaufsdruck auf den koreanischen Won zusätzlich erhöhen. Ausländische Investoren haben koreanische Aktien in diesem Jahr bereits in großem Umfang verkauft.“

„USD/KRW erreichte am Freitag nach dem stärker als erwarteten NFP-Bericht ein neues Hoch bei 1.562,3, ist seitdem jedoch über Nacht um rund 1,5 Prozent gefallen. Hintergrund sind die von den heimischen Entscheidungsträgern angekündigten Notfallmaßnahmen zur stärkeren Unterstützung des Won.“

„Südkorea kündigte nach einer Krisensitzung mit den Spitzen der Bank of Korea und der Finanzaufsichtsbehörden ein Maßnahmenpaket an. Dieses umfasst eine strengere Überwachung von Offshore-Währungsderivaten, Untersuchungen zu mutmaßlichem Fehlverhalten am Markt sowie Prüfungen potenziell illegaler Devisentransaktionen.“

„Die jüngsten Maßnahmen ergänzen bereits zuvor eingeleitete Schritte. Dazu gehören die Ausweitung von Devisenabsicherungen durch den National Pension Service sowie regulatorische Erleichterungen zur Verbesserung der Dollar-Liquidität.“

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