Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, führte am Dienstag am Rande des G20 Gespräche mit US-Finanzminister Bessent, machte jedoch keine Angaben dazu, was besprochen wurde. Ueda sagte, die Zentralbanken hätten über die Notwendigkeit einer verbesserten Kommunikation gesprochen, um angesichts des sich wandelnden globalen Umfelds eine angemessene Geldpolitik zu erreichen. Er lehnte es ab, sich zu den Märkten zu äußern, die eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September einpreisen.

Wichtige Zitate

Mit den Zentralbanken über die Notwendigkeit gesprochen, für eine geeignete Geldpolitik zu kommunizieren, um Preisstabilität inmitten eines sich wandelnden globalen Umfelds zu erreichen. 

Gespräche mit US-Finanzminister Bessent geführt, aber keine Details bekannt gegeben. 

Kein Kommentar zu den täglichen Bewegungen, die Märkte preisen eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September ein. 

Die Daten seit der Sitzung im Juli entsprechen weitgehend den Projektionen im Quartalsbericht vom Juli. 

Unser grundlegender Ansatz zur Geldpolitik ist seit Juli weitgehend unverändert geblieben. 

Der Fokus liegt im Rahmen der geldpolitischen Leitlinien auf dem Konflikt im Nahen Osten, der Ölnachfrage sowie den Auswirkungen von FX auf Wirtschaft und Preise. 

Wir werden auf der nächsten Sitzung eine geeignete Politik erörtern, während wir Wirtschaft, Preise und finanzielle Bedingungen prüfen. 

Wir werden beurteilen, ob Wirtschaft und Preise zusammen mit den Risiken mit unserem Szenario übereinstimmen. 

Die erhöhte Wahrscheinlichkeit des Wirtschaftsszenarios und die Inflationsrisiken werden auf der nächsten Vorstandssitzung erörtert. 

Die geldpolitischen Bedingungen bleiben locker, daher wollen wir die Zinsen weiter anheben. 

Der Leitzins wurde fünfmal angehoben, daher müssen wir die kumulativen Auswirkungen auf die Wirtschaft sorgfältig bewerten. 

Wir werden bei den geldpolitischen Beratungen auch die Aufwärtsrisiken für die Preise berücksichtigen. 

Marktreaktion

Bei Redaktionsschluss liegt das Paar USD/JPY um 0,02% höher als am Vortag bei 160,20.

Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.

Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.

In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.

Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.



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