Der stellvertretende Gouverneur der Bank von Mexiko (Banxico), Jonathan Heath, sagte, dass die Zentralbank mit einer Senkung der Zinssätze warten könne, und signalisierte damit, dass weitere Lockerungen möglich seien, jedoch erst in etwa einem Jahr oder später, da er die aktuelle geldpolitische Ausrichtung als „angemessen“ bezeichnete.

In einem Podcast mit Banorte sagte Heath: „Ich denke, wo wir jetzt stehen, ist es angemessen, zu pausieren“, und fügte hinzu, dass eine Senkung nur dann möglich sei, wenn sich die Kerninflation dem 3%-Ziel von Banxico annähert.

Obwohl der Disinflationsprozess voranschritt, warnte Heath, dass es noch zu früh sei, um einen Sieg zu erklären, da der Rückgang der Gesamtinflation vor allem auf die Nicht-Kernkomponenten zurückzuführen sei, die volatil sind und weniger von der Politik der Zentralbank beeinflusst werden.

Er räumte ein, dass die anhaltende Inflation aus der Dienstleistungsinflation resultiert, und sieht die Inflationsrisiken nach oben gerichtet.

Banxico - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank von Mexiko steuert die Geldpolitik des Landes mit dem Ziel, die Inflation bei rund 3 % zu halten.

Die mexikanische Zentralbank Banxico steuert die Geldpolitik des Landes durch die Anpassung des Leitzinses. Bei hoher Inflation werden die Zinsen erhöht, um die Nachfrage zu drosseln und die Wirtschaft zu bremsen. Höhere Zinsen stärken in der Regel den Mexikanischen Peso (MXN), während niedrigere Zinsen den Peso schwächen. Die Zinsdifferenz zur US-Notenbank (Fed) spielt dabei eine zentrale Rolle.

Die mexikanische Zentralbank, Banxico, trifft sich achtmal jährlich, wobei ihre geldpolitischen Entscheidungen stark von der US-Notenbank, der Federal Reserve (Fed), beeinflusst werden. Oft tagt Banxico eine Woche nach der Fed, um auf deren Maßnahmen zu reagieren – und in manchen Fällen auch, um sie vorwegzunehmen. Nach der Covid-19-Pandemie erhöhte Banxico beispielsweise die Zinssätze noch vor der Fed, um eine starke Abwertung des mexikanischen Peso (MXN) zu verhindern und Kapitalabflüsse zu stoppen, die das Land destabilisieren könnten.

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