• AUD/USD fällt am frühen Freitagmorgen in der asiatischen Sitzung auf rund 0,7120.
  • Iranische Beamte erklärten, dass bei den Gesprächen in Washington „kein greifbarer Fortschritt“ erzielt worden sei.
  • RBA-Bullock bekräftigte, dass das geldpolitische Gremium tun wird, was notwendig ist, um sein Mandat zu erfüllen.

Das Paar AUD/USD verliert am frühen Freitagmorgen in der asiatischen Sitzung an Momentum und nähert sich der Marke von 0,7120. Der australische Dollar (AUD) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) inmitten einer vorsichtigen Stimmung und des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten ab. Der US-Arbeitsmarktbericht für Mai wird später am Freitag im Fokus stehen. 

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte am Mittwoch, dass bei den Verhandlungen zur Beendigung des Nahostkriegs „kein greifbarer Fortschritt“ erzielt worden sei. Araghchi fügte hinzu, dass die Kommunikationswege mit Washington weiterhin offen seien, warnte jedoch, dass ein Angriff Israels auf die libanesische Hauptstadt Beirut im Rahmen seiner Kampagne gegen die Hisbollah eine „vollumfängliche Wiederaufnahme“ des US-Iran-Konflikts auslösen würde.

Die Marktteilnehmer werden die Entwicklungen rund um die US-iranischen Friedensverhandlungen genau beobachten. Unsicherheit und Anzeichen steigender Spannungen im Nahen Osten könnten eine sichere Hafenwährung wie den Greenback stärken und kurzfristig Gegenwind für das Paar bedeuten.

Die Gouverneurin der Reserve Bank of Australia (RBA), Michele Bullock, behielt am Donnerstag einen hawkischen Ton bei. Sie betonte, dass die Zentralbank weiterhin strikt darauf fokussiert sei, die Inflation einzudämmen, nachdem sie Anfang des Jahres drei Zinserhöhungen vorgenommen hatte, die den Leitzins auf 4,35 % anhoben. Bullock fügte hinzu, dass die Inflation zu hoch sei und das Gremium tun werde, was es für notwendig hält, um das Mandat zur Gewährleistung von Preisstabilität und Vollbeschäftigung zu erfüllen.

(Diese Geschichte wurde am 5. Juni um 03:25 GMT korrigiert, um im ersten Absatz zu sagen, dass das Paar AUD/USD am frühen Freitagmorgen in der asiatischen Sitzung an Momentum verliert und nicht in der europäischen Sitzung. 

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.



 

 

 

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