- AUD/USD schwächt sich, da erneute US-Zollunsicherheiten die Stimmung belasten.
- Erwartungen an Zinssenkungen der Fed schwinden, was dem US-Dollar moderate Unterstützung bietet.
- Märkte warten auf die CPI-Daten Australiens, um Hinweise auf die geldpolitische Ausrichtung der RBA zu erhalten.
AUD/USD schwächt sich am Montag, da der Australische Dollar (AUD) trotz eines schwächeren US-Dollars (USD) Schwierigkeiten hat, an Fahrt zu gewinnen, während die Händler frische handelsbezogene Unsicherheiten im Zusammenhang mit US-Zöllen verdauen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notiert das Paar bei etwa 0,7051 und gibt nach, nachdem es zuvor kurz über die Marke von 0,7100 gestiegen war.
Am Freitag entschied der Oberste Gerichtshof der USA, dass Präsident Donald Trumps Verwendung des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) zur Verhängung umfassender Zölle rechtswidrig war. Nach der Entscheidung und wie er zuvor angedeutet hatte, wandte sich Präsident Trump alternativen rechtlichen Maßnahmen zu, um die Zölle aufrechtzuerhalten, und kündigte einen globalen Zoll von 15 % gemäß Abschnitt 122 des Trade Act von 1974 an.
Die Entwicklungen belasteten zunächst den Greenback, bevor er sich etwas stabilisierte, als die Händler die Aussichten für die US-Handelspolitik neu bewerteten. Dennoch bleibt die allgemeine Perspektive für den USD nach unten gerichtet, da Präsident Trumps wiederholte Verwendung von Zöllen als politisches Instrument das Vertrauen der Anleger in die Glaubwürdigkeit der US-Politik und die fiskalische Stabilität weiterhin untergräbt und als anhaltender Gegenwind wirkt.
Trotzdem spiegelt die relative Überlegenheit des US-Dollars gegenüber hochbeta-Währungen einen vorsichtigen Ton unter den Händlern wider. Selbst in Abwesenheit starker inländischer Daten zieht der Greenback weiterhin moderate Unterstützung an, da die Anleger ihre Exposition gegenüber risikosensiblen Währungen wie dem Australischen Dollar reduzieren.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei etwa 97,67, nachdem er ein Intraday-Tief von etwa 97,35 erreicht hatte.
Obwohl die schwindenden Erwartungen an eine Zinssenkung der Federal Reserve (Fed) in naher Zukunft dem Greenback moderate Unterstützung bieten. Langsame Wachstumszahlen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal, zusammen mit stabilen Inflationswerten der persönlichen Konsumausgaben (PCE), deuten darauf hin, dass die Fed möglicherweise länger abwarten möchte, bevor sie mit der Lockerung fortfährt, während die Märkte weiterhin etwa 50 Basispunkte (bps) an Zinssenkungen bis zum Jahresende einpreisen.
In Australien preisen die Händler zunehmend die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung im März ein, unterstützt durch stärkere inländische Daten und hawkische Signale von den Entscheidungsträgern. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die am Dienstag fälligen Inflationszahlen, die die Erwartungen für den nächsten Schritt der Reserve Bank of Australia (RBA) prägen könnten.
Ökonomen prognostizieren, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) im Januar auf 3,7 % im Jahresvergleich sinken wird, nach 3,8 % im Dezember. Der Trimmed Mean CPI – der bevorzugte Kerninflationsindikator der RBA – wird voraussichtlich bei 3,3 % im Jahresvergleich stabil bleiben.
RBA - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Reserve Bank of Australia (RBA) legt die Geldpolitik des Landes fest und strebt eine Inflationsrate von 2-3 % an. Zinssatzerhöhungen stärken in der Regel den australischen Dollar, während Zinssenkungen ihn schwächen.
Traditionell galt Inflation als nachteilig für Währungen, da sie den Wert des Geldes mindert. In modernen Volkswirtschaften hat sich jedoch gezeigt, dass moderate Inflation zu Zinserhöhungen durch Zentralbanken führt, was wiederum Kapitalzuflüsse aus dem Ausland anzieht. Investoren suchen nach höheren Renditen, was die Nachfrage nach der lokalen Währung – im Fall Australiens den Australischen Dollar – stärkt.
Makroökonomische Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Einkaufsmanagerindex (PMI) haben direkten Einfluss auf die Währungen eines Landes. Eine starke Wirtschaft zieht Kapital an und stärkt die heimische Währung.
Quantitative Lockerung (QE) ist ein geldpolitisches Instrument, das in Krisenzeiten eingesetzt wird, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Kreditvergabe in der Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die Reserve Bank of Australia (RBA) nutzt QE, indem sie australische Dollar druckt, um damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten aufzukaufen. Damit wird den Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Eine solche Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des australischen Dollars.
Quantitative Straffung (QT) stellt das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) dar und wird eingeleitet, sobald sich die Wirtschaft erholt und die Inflation wieder anzieht. Während die Reserve Bank of Australia (RBA) im Rahmen der QE Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft, um den Finanzmärkten Liquidität zuzuführen, beendet sie bei QT diese Käufe und reinvestiert nicht in fällige Anleihen. Diese geldpolitische Maßnahme wird in der Regel als positiv für den australischen Dollar bewertet.
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Das sollten Sie am Montag, den 23. Februar, im Blick behalten:
Die Finanzmärkte starten die Woche volatil, während die Anleger die neuesten Schlagzeilen zum Handelsregime der Vereinigten Staaten und zur Geopolitik bewerten. In Ermangelung von hochkarätigen Datenveröffentlichungen werden die Marktteilnehmer am Montag die aktuellen Entwicklungen zu diesen Themen genau im Auge behalten.