• AUD/USD kämpft damit, Käufer anzulocken, da neue US-Schläge gegen den Iran die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen dämpfen.
  • Gemischte Inflationszahlen aus China beeindrucken die AUD-Bullen nicht angesichts reduzierter Zinserhöhungserwartungen der RBA.
  • Ein schwächerer USD stützt das Paar vor dem US-CPI-Bericht inmitten eines bärischen technischen Setups.

Das Paar AUD/USD schwankt während der asiatischen Sitzung am Mittwoch in einer engen Spanne und bewegt sich nach der Veröffentlichung gemischter Inflationszahlen aus China kaum. Die Kassapreise notieren derzeit um die Region von 0,7025, nahezu unverändert für den Tag, und bleiben in Schlagdistanz zu einem fast zweimonatigen Tief, das am Dienstag erreicht wurde.

Erneute Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran dämpfen die Hoffnungen auf eine Beendigung des über drei Monate andauernden Krieges. Dies belastet wiederum die Anlegerstimmung, die zusammen mit sinkenden Chancen auf eine Zinserhöhung der Reserve Bank of Australia (RBA) im Juni Gegenwind für den risikosensiblen Aussie erzeugt. Der US-Dollar (USD) hingegen bleibt unter Druck, da Bullen darauf warten, die neuesten US-Verbraucherinflationsdaten abzuwarten, bevor sie neue Wetten platzieren, was dem Paar AUD/USD etwas Unterstützung bietet.

Unterdessen kehren die Sorgen über die inflationsfördernde Wirkung der steigenden globalen Energiepreise aufgrund der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten zurück, nachdem Daten aus China zeigten, dass die Erzeugerpreise den höchsten Stand seit Juli 2022 erreichten. Dies bestätigt die Markterwartungen, dass wichtige Zentralbanken, einschließlich der US-Notenbank (Fed), an einer hawkischen Haltung festhalten werden. Die Aussichten begünstigen somit die USD-Bullen und deuten darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für das Paar AUD/USD nach unten führt.

Aus technischer Sicht bestätigen die wiederholten Fehlschläge in dieser Woche in der Nähe des 100-Tage-SMA, der sich von einer Unterstützung in einen Widerstand verwandelt hat, die kurzfristig bärische Perspektive. Zudem deuten der negative Moving Average Convergence Divergence (MACD) und ein Relative Strength Index nahe 35 darauf hin, dass der Abwärtsdruck weiterhin dominiert. Das Paar AUD/USD bleibt jedoch knapp über dem 61,8%-Fibonacci-Retracement des Aufschwungs von März bis Mai bei 0,7003, was für die Bären Vorsicht gebietet.

Daher ist es ratsam, auf einen überzeugenden Bruch unter diese entscheidende Unterstützung zu warten, bevor man auf eine Ausweitung des Rückgangs bis zum 78,6%-Retracement bei 0,6929 setzt. Der Abwärtstrend könnte das Paar AUD/USD schließlich zum 200-Tage-SMA ziehen, der mit dem März-Tief zusammenfällt, im Bereich von 0,6837–0,6834.

Auf der Oberseite wird erster Widerstand beim 50%-Retracement bei 0,7055 gesehen, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 0,7079. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marken würde den Weg zum 38,2%-Fibo-Level bei 0,7107 und anschließend zum 23,6%-Retracement bei 0,7172 öffnen, vor der Zyklen-Hochzone nahe 0,7276.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

AUD/USD Tages-Chart

Chartanalyse AUD/USD

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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