Bitcoin (BTC) ist am Donnerstag unter die Marke von 82.000 US-Dollar gefallen. Die Kryptowährung geriet damit in den Sog eines breiten Ausverkaufs an den Finanzmärkten. Auslöser waren vor allem Sorgen über die steigenden Investitionsausgaben für künstliche Intelligenz (KI), höhere Ölpreise und die zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran.
Bitcoin fällt unter 82.000 Dollar - Makroökonomische Risiken belasten
Die größte Kryptowährung verlor rund vier Prozent auf 81.130 US-Dollar. Die wachsende Unsicherheit über das wirtschaftliche Umfeld setzte den gesamten Markt für digitale Vermögenswerte unter Druck. Nach Daten von Coinglass wurden innerhalb von 24 Stunden Krypto-Futures-Positionen im Wert von rund 474 Millionen US-Dollar liquidiert.
Auch die übrigen großen Kryptowährungen verzeichneten deutliche Verluste. Ethereum (ETH) gab um 4,4 Prozent auf 2.376 US-Dollar nach, während XRP fünf Prozent einbüßte. BNB verlor 2,8 Prozent und Solana (SOL) 4,1 Prozent. Noch stärker traf es Zcash (ZEC) mit einem Minus von 10,6 Prozent. Hyperliquid (HYPE) fiel um 4,8 Prozent.
Selbst Kryptowährungen mit einem direkten Bezug zu künstlicher Intelligenz konnten sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. NEAR Protocol (NEAR) verlor innerhalb von 24 Stunden neun Prozent. Bittensor (TAO) büßte acht Prozent ein, während Render (RENDER) um sieben Prozent nachgab.
KI-Investitionen setzen Technologieaktien zunehmend unter Druck
Der Ausverkauf am Kryptomarkt ging mit deutlichen Kursverlusten an den amerikanischen Aktienbörsen einher. Der technologielastige Nasdaq verlor 2,6 Prozent, während der breit gefasste S&P 500 um 1,2 Prozent nachgab. Besonders stark unter Druck geriet die Aktie von Meta Platforms (META), die trotz besser als erwartet ausgefallener Umsatzzahlen sieben Prozent einbüßte. Anleger zeigten sich zunehmend besorgt über die steigenden Ausgaben für künstliche Intelligenz und die Pläne des Konzerns, seine Expansion durch die Ausgabe neuer Aktien zu finanzieren.
Auch andere große Technologieunternehmen verzeichneten erhebliche Verluste. Nvidia (NVDA) fiel um 4,4 Prozent. Die Aktien von SpaceX (SPCX) und Tesla (TSLA) gaben trotz positiver Quartalsergebnisse um neun beziehungsweise drei Prozent nach. Der Philadelphia Semiconductor Index, der die Kursentwicklung wichtiger amerikanischer Halbleiterunternehmen abbildet, brach um 6,7 Prozent ein. Das verdeutlicht, wie stark der Verkaufsdruck inzwischen auf dem gesamten Sektor lastet.
Die Kursentwicklung deutet darauf hin, dass die hohe Nachfrage nach KI-Technologie allein nicht mehr ausreicht, um Anleger von den Wachstumsaussichten der Unternehmen zu überzeugen. Stattdessen rücken die Kosten für den Ausbau der benötigten Infrastruktur und die damit verbundenen Finanzierungsanforderungen zunehmend in den Mittelpunkt.
Nvidia-Chef Jensen Huang bezeichnete die Nachfrage nach Cloud-Infrastruktur für künstliche Intelligenz in einem Interview mit CNBC als „außergewöhnlich hoch“. Damit unterstrich er die starke Nachfrage innerhalb der Branche, machte zugleich aber auch auf die finanziellen Herausforderungen aufmerksam, vor denen die Anbieter entsprechender Infrastruktur stehen.
Zusätzliche Unsicherheit entstand durch die erneute Verschärfung der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 3,7 Prozent auf 112 US-Dollar je Barrel. Hintergrund waren wachsende Befürchtungen, dass eine weitere Eskalation der Nahost-Krise zu Störungen der Lieferketten führen könnte.
Gleichzeitig fiel die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen unter die Marke von fünf Prozent. Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten suchten Anleger verstärkt Zuflucht in als sicher geltenden Anlagen. Sinkende Anleiherenditen spiegeln in der Regel eine steigende Nachfrage nach bereits ausgegebenen Staatspapieren wider. Sie sind allerdings nicht zwangsläufig ein Zeichen dafür, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern.
Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.
Kryptowährungen Nachrichten
WEITERE INFOS
XRP-Kurs unter Druck: Droht Ripple jetzt der Absturz auf 1 Dollar?
Bitcoin stürzt unter 82.000 Dollar - KI-Sorgen und Iran-Krise belasten Kryptomarkt
Ethereum stürzt unter 2.400 Dollar - doch Großanleger kaufen weiter nach
Top 3 Preisprognosen: BTC, ETH und XRP erholen sich, da wichtige Unterstützungsniveaus den jüngsten Ausverkauf begrenzen
Bitcoin, Ethereum und Ripple erholen sich am Freitag leicht, nachdem sie am Vortag korrigiert und ihre wichtige Unterstützungszone getestet hatten. BTC hält sich über dem 50-Tage-Exponential Moving Average, ETH findet Unterstützung um den 100-Tage-EMA, während XRP den horizontalen Boden nahe 1,300 USD hält.
Warum Hyperliquid Marktanteile bei RWA an zentralisierte Börsen verliert
Hyperliquid (HYPE) verliert Marktanteile bei Real-World-Asset-Perpetual-Futures an zentralisierte Börsen, obwohl der gesamte Finanzmarkt unter Druck steht. Hyperliquid’s trade.xyz machte im Juli laut von Ark Invest Digital Asset Head of Research Lorenzo Valente geteilten Artemis-Daten rund 80% des RWA-Perpetual-Handelsvolumens aus..