Wenn Minengesellschaften ihre Ziele reichen, wird der Begriff Meilenstein schon einmal gerne inflationär verwendet. Doch die kanadische Goldgesellschaft Treasury Metals (TSX: TML; FRA: TRC) kann das heute mit Fug und Recht behaupten, hat man doch jetzt eine der größten Hürden auf dem Weg zur Errichtung der geplanten Goldmine genommen!

Treasury entwickelt rund 150 Kilometer südwestlich von Red Lake in der kanadischen Provinz Ontario das Goldprojekt Goliath, das über eine Gesamtressource von rund 1,5 Mio. Unzen des gelben Metalls verfügt. Das Projekt ist bereits weit fortgeschritten, kann eine positive PEA (wirtschaftliche Erstbewertung) sowie gute Beziehungen zu den in Kanada First Nations genannten Ureinwohnern vorweisen – und jetzt auch die extrem wichtige Umweltverträglichkeitsbescheinigung!

Denn wie brandaktuell bekannt wurde, hat Catherine McKenna, kanadische Ministerin für Umwelt und Klimawandel, jetzt das von Treasury vorgelegte Evironmental Assessment (EA) genehmigt, sodass das Unternehmen nun in Richtung Produktionsentscheidung voranschreiten kann.

Die Entscheidung folgte auf einen gründlichen, wissenschaftlichen (und langwierigen) EA-Prozess, zudem die First Nations, die Öffentlichkeit sowie verschiedene Bundesbehörden (u.a. Fisheries and Oceans Canada, Environment and Climate Change Canada, Health Canada und Natural Resources Canada) beitrugen. Insgesamt kam man zu dem Schluss, dass das Goliath-Projekt, wenn man die vorgeschriebene Umweltsanierung einbezieht, wahrscheinlich keine signifikanten, negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben wird. In der Entscheidung der Ministerin wird auch erklärt, dass Treasury Metals nun damit beginnen kann, die letzten Genehmigungen einzuholen, die nötig sind, um mit dem Bau einer Mine zu beginnen

Damit ist also der Weg erst einmal frei und die Bedeutung der jetzt erteilten Umweltgenehmigung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ist sie doch einer der Gründe, warum es in Kanada oft sehr lange dauert, bis eine neue Mine entstehen kann.

In direkter Nachbarschaft des Goliath-Projekts liegt das Goldlund Projekt von First Mining Gold mit Ressourcen von 2,3 Mio. Unzen. In der weiteren Umgebung betreibt Barrick seine Hemlo Mine und New Gold das Rainy River Projekt. Treasury ist also in einer Region tätig, die über beste geologische Voraussetzungen verfügt.

Was die Region allerdings nicht vorweisen kann, sind freie Erzverarbeitungskapazitäten. Denn Treasury Metals wird das einzige Unternehmen weit und breit sein, das eine genehmigte Gesteinsmühle zur Aufbereitung von Erz besitzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort eine weitere solche Genehmigung erteilt wird, ist verschwindend gering. Dieses Detail hat für Treasury große, strategische Bedeutung. Sollte es einmal zu der von Beobachtern erwarteten Konsolidierung der Goldliegenschaften in der Region kommen, geht sicher kein Weg an Treasury vorbei.

Jetzt aber steht erst einmal im Fokus, dass sich das Unternehmen mit dem positiven Entscheid zum EA voll auf die verbleibenden technischen Studien sowie Genehmigungen konzentrieren und sich auf eine zukünftige Entscheidung über den Bau der Mine konzentrieren kann.

Mit der heutigen Entscheidung des kanadischen Umweltministeriums ist auf jeden Fall das Risiko für das Goliath-Projekt entscheidend gesenkt worden, was das Interesse am Markt und insbesondere bei größeren Investoren steigen lassen dürfte. Treasury Metals gehörte in den vergangenen Wochen bereits zu den Profiteuren des Goldpreisanstiegs, stieg vom Tief bei 0,22 CAD Ende Mai auf aktuell 0,355 CAD und damit um gut 60%. Kein Wunder, steigt der Nettobarwert des Goliath-Projekts doch schon bei einem Goldpreis von 1.400 USD pro Unze auf 426,2 Mio. Dollar nach Steuern gegenüber 306,1 Mio. Dollar im Basisszenario von 1.225 USD pro Unze Gold.

Angesichts der heutigen Neuigkeiten und des wieder positiveren Umfelds glauben wir, dass Treasury Metals (TSX: TML; FRA: TRC) gute Chancen hat, die positive Entwicklung der letzten Monate fortzusetzen. Riskant bleibt die Aktie nach wie vor, doch mit der Erteilung der Umweltgenehmigung ist unserer Ansicht nach das Risiko gesunken, sodass wie wir glauben die Chancen jetzt deutlich überwiegen.


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