• US Beschäftigungsdaten signalisieren vor den NFP ein solides Lohnwachstum, bei einer schwächeren Headline Lesung
  • Zugrunde liegenden Faktoren der vergangenen Wochen bleiben für den USD unverändert

Es ist wieder einmal Zeit für die Payrolls. Aus der US Wirtschaft stehen die Oktober Beschäftigungsdaten an, die am Freitag um 13:30 Uhr veröffentlicht werden und es wird erwartet, dass in der größten Volkswirtschaft der Welt 190K neue Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. Die Arbeitslosenquote soll unverändert bei 3,7 % bleiben, während das Lohnwachstum auf Monats- und Jahresbasis um 0,2 % und 3,1 % zulegt.

Im September konnten lediglich 134K neue Arbeitsplätze geschaffen werden, aber die Arbeitslosenquote fiel auf 3,7 %, den niedrigsten Stand seit Dezember 1969. Die schlechte Headline und das unscheinbare Lohnwachstum belasteten den Greenback.

Die ADP Umfrage zeigte in dieser Woche bereits, dass im Privatsektor im Oktober 227K neue Arbeitsplätze geschaffen werden konnten, wobei der Großteil davon in der Dienstleistungsbranche entstanden war. Dies ist jedoch nicht unbedingt ein positives Vorzeichen für die NFP, da die ADP Umfrage für September bei 230K neuen Arbeitsplätzen lag, während die NFP Headline 100K darunter blieb.

Ermutigend war jedoch der Beschäftigungskostenindex vom letzten Mittwoch, da dieser in den 3 Monaten bis September um 0,8 % zulegte, nach 0,6 % zuvor, während die Prognose bei 0,6 % lag. Der gleiche Bericht zeigte, dass das Lohnwachstum im September gegenüber dem Vorjahr um 2,9 % zulegte, dem größten nicht inflationsbereinigten Anstieg seit mehr als 10 Jahren. Das schleppende Lohnwachstum ist seit der Krise 2008 das Hauptproblem, da daraus die gedämpfte Inflation resultiert.

Das US CPI liegt seit dem Beginn des Jahres auf einem gesunden Niveau, so dass dieses weniger problematisch ist, während die Arbeitgeber mit höheren Löhnen um gute Fachkräfte konkurrieren.

Die Daten vom Donnerstag deuten auf ein starkes Lohnwachstum, aber auf eine schwächere Headline hin. Die Challenger Arbeitsplatzstreichungen für Oktober zeigten, dass im Oktober 75.644 Arbeitsplätze gestrichen wurden, was 36,8 % mehr war als im September. Laut dem offiziellen Bericht sind 58,2 % der Oktober Stellenstreichungen auf die Verizon Ankündigung zurückzuführen, dass man 44K Führungskräften ein freiwilliges Abfindungspaket angeboten hat, um 10 Mrd. $ zu sparen.

Die wöchentlichen Arbeitslosenunterstützungen sind mit 214K mehr gestiegen, als die erwarteten 213K, aber sie blieben unter dem Ergebnis der Vorwoche, welches bei 216K lag. Die Arbeitsproduktivität legte im Q3 um 2,2 % zu, was der Prognose entsprach, während die Lohnstückkosten im gleichen Zeitraum um 1,2 % gestiegen sind (Prognose 1,0 %).

Der Markt wird jedoch zunächst auf die nackten Zahlen reagieren und erst nach dem sich der Staub gelegt hat, werden das Wie und Warum eine Rolle spielen.

Der Dollar hat im Vorfeld der Veröffentlichung unter der besseren Marktstimmung zu leiden, aber die zu Grunde liegenden Faktoren, welche ihn vor diesem Einbruch beflügelt hatten, sind unverändert. Italien und die EU haben das Problem des italienischen Haushalts bisher nicht gelöst und auch ein Brexit Deal wurde noch nicht erreicht. Der Handelskrieg zwischen China und den USA wird wahrscheinlich weiter eskalieren, was das globale Wirtschaftswachstum beeinträchtigt. Die Fed ist weiterhin auf dem Weg der Straffung, so dass die Zinsen steigen werden, während diesem Beispiel nur wenige andere Zentralbanken mit Verzögerung folgen. Die Stimmung wird die Wirtschaftsdaten wahrscheinlich längerfristig überschatten, es sei denn, es gibt wirklich sehr schlechte Daten, welche den Weg der Fed behindern, was zu diesem Zeitpunkt sehr unwahrscheinlich ist.

Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.

Analysis feed

Neueste Analysen

Autor wählen

DAX macht Weg frei für neue Jahreshochs – Geldpolitische Wende ist aufgehoben

Die Europäische Zentralbank hat gestern zwar die Sparer und auch einen US-Präsidenten Trump verprellt, aber im Sinne

Weitere Analysen

Schafft WTI die Kehrtwende oder sehen wir bald das Jahrestief?

WTI leidet seit Mittwoch unter deutlichem Abgabedruck. Eine technische Gegenreaktion ist hier längst überfällig. Während 

Weitere Analysen

DAX versucht der Wall Street zu folgen - Berichtssaison als Härtetest

Der nächste Test für die sich im Rally-Modus befindliche Wall Street dürfte die mit der Citigroup heute um 13 Uhr

Weitere Analysen

Wichtige Trading Niveaus mit dem Technischen Konfluenz Indikator ermitteln

Verbessern Sie Ihre Ein- und Ausstiege. Das Tool setzt sich aus einer ausgewählten Gruppe von technischen Indikatoren wie gleitenden Durchschnitten, Fibonaccis oder Pivot Points zusammen und markiert gut sichtbar wichtige Konfluenzzonen.

Technischer Indikator für Konfluenzzonen

Folge den Trades unserer Experten mit dem Trading Positionen Tool

Entdecken Sie, wie Kleinanleger, Broker und Banken, die gemeinsam mit FXStreet zusammenarbeiten, sich im EUR/USD und anderen Assets positionieren. Wählen Sie einfach einen Trade aus, um die Entscheidung nachvollziehen zu können oder nutzen Sie die aggregierten Positionen, die verständlich machen, wie die Liquidität entlang des Marktpreises verteilt ist.

Handelspositionen

MAJORS

Wirtschaftsindikatoren

Nachrichten


BEVORZUGTE BROKER IN IHRER REGION