Euro/Dollar Prognose: Fundamentaldaten lassen auf weiteren Rückgang schließen, Korrektur scheint überfällig


  • Der EUR/USD baut seinen Rückgang mit der zunehmenden Divergenz der Fundamentaldaten aus
  • EU Prognose Update und US Arbeitslosenansprüche im Fokus
  • 4-Stundenchart weist überverkaufte Bedingungen auf

Der Euro/Dollar notiert in der Nähe der 1,1350. Die Divergenz zwischen der US Wirtschaft und der Verlangsamung in der Eurozone hat sich mit den jüngsten Entwicklungen verstärkt, was das Paar belastet.

Der US Fed Vorsitzende J. Powell sagte, dass die US Wirtschaft in einem guten Zustand ist. Die Anleihemärkte haben eine Zinserhöhung für dieses Jahr verworfen, der Arbeitsmarkt boomt und das unterstützt die Inflation.

Aus Deutschland gab es erneut eine enttäuschende Lesung. Die Industrieproduktion fiel im Dezember gegenüber dem Vormonat um -0,4 %. Laut Prognose sollte es jedoch zu einer Verbesserung kommen. Bereits am Mittwoch gab es enttäuschende Werksaufträge.

Die Deutsche Bundesbank zeigte in ihrer jüngsten Prognose, dass die Wirtschaft im Q4 2018 nur knapp einer Rezession entkommen ist. Italien befindet sich jedoch mittlerweile offiziell in einer Rezession.

Die größte und die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone werden damit im Fokus der Prognosen der Europäischen Kommission stehen. Es ist zu erwarten, dass die Europäische Kommission die Wachstumsaussichten für alle Länder senkt, was den Druck auf den Euro verstärken dürfte.

Der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker wird heute UK PM Theresa May treffen. May hat das Ziel eine Änderung der irischen Backstop Regelung zu erreichen, was von der EU jedoch vehement abgelehnt wird.

Aus dem US Wirtschaftskalender gibt es am Nachmittag die wöchentlichen Arbeitslosenunterstützungen, die nach dem starken Anstieg in der vergangenen Woche genauer im Auge behalten werden sollten.

Euro/Dollar Technische Analyse für den 7. Februar 2019

Euro/Dollar Technische Analyse

Der Relative Strength Index liegt auf dem 4-Stundenchart unter 30, was für überverkaufte Bedingungen spricht. Damit ist eine Erholung möglich, bevor die Verluste weiter ausgebaut werden. Das Momentum weist nach unten.

Unterstützungen liegen am Mitte Januar Swingtief von 1,1340, am Dezember Double Bottom von 1,1310, bei 1,1290 (2019 Tief) und dem 2018 Tief von 1,1215.

Widerstände befinden sich bei 1,1380 (Ende Januar), 1,1410, 1,1425 (200-SMA), 1,1435 und 1,1450.

Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.

Neueste Analysen


Neueste Analysen

Autor wählen

Ripple Prognose: Trotz Krieg und Unsicherheit – Warum XRP plötzlich wieder Stärke zeigt

Ripple Prognose: Trotz Krieg und Unsicherheit – Warum XRP plötzlich wieder Stärke zeigt

Der Kryptomarkt steht erneut unter Druck. Der Krieg im Nahen Osten sorgt weltweit für Unsicherheit, nachdem die Vereinigten Staaten und Israel am Samstag Iran angegriffen haben. In solchen Phasen reagieren riskante Anlageklassen normalerweise besonders empfindlich.

Ölpreis droht zu eskalieren: 3 Risiken für die Prognose

Ölpreis droht zu eskalieren: 3 Risiken für die Prognose

Der Ölpreis steht wieder im Zentrum der globalen Aufmerksamkeit. Der Konflikt rund um den Iran sorgt für wachsende Unsicherheit an den Energiemärkten – und genau deshalb wird jede neue Ölpreis Prognose derzeit mit besonderer Spannung verfolgt.

Gold Prognose: JPMorgan erkennt ein klares Muster bei Anlegern in Kriegen

Gold Prognose: JPMorgan erkennt ein klares Muster bei Anlegern in Kriegen

Wenn geopolitische Konflikte eskalieren, reagieren die Finanzmärkte oft schneller als die Politik. Doch laut einer aktuellen Analyse von JPMorgan folgen viele Anleger in solchen Krisen einem erstaunlich klaren Muster. Genau das könnte jetzt wieder passieren.

Die US-Jobdaten werden voraussichtlich zeigen, dass die Einstellungen im Februar moderat waren

Die US-Jobdaten werden voraussichtlich zeigen, dass die Einstellungen im Februar moderat waren

Das US Bureau of Labor Statistics wird die Nonfarm Payrolls-Daten für Februar um 13:30 GMT veröffentlichen. Die Volatilität rund um den US-Dollar wird voraussichtlich mit dem Beschäftigungsbericht zunehmen, da die Anleger nach neuen Erkenntnissen über den Kurs der US-Notenbank (Federal Reserve) in Bezug auf die Zinssätze suchen, insbesondere nachdem die Krise im Nahen Osten die Sorgen über steigende Inflation neu entfacht hat.

Forex Today: US NFP-Daten und Krise im Nahen Osten werden die Volatilität hoch halten

Forex Today: US NFP-Daten und Krise im Nahen Osten werden die Volatilität hoch halten

Die Marktteilnehmer bereiten sich auf die Veröffentlichung des US-Beschäftigungsberichts für Februar am Freitag vor, der die Nonfarm Payrolls (NFP), die Arbeitslosenquote und die Lohninflationszahlen enthalten wird, während sie die Schlagzeilen rund um die Krise im Nahen Osten verfolgen.

MAJORS

Wirtschaftsindikatoren

Nachrichten