EUR/USD Aktueller Kurs: 1,0881
- Die Europäische Zentralbank senkte die drei wichtigsten Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte.
- Die Vereinigten Staaten meldeten einen Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der letzten Maiwoche.
- EUR/USD handelt weiterhin innerhalb der bekannten Grenzen und zeigt keine Richtungsstärke.

EUR/USD bewegte sich in der ersten Donnerstagshälfte innerhalb der üblichen Schwankungsbreite, da die Marktteilnehmer auf die Bekanntgabe geldpolitischer Maßnahmen durch die Europäische Zentralbank (EZB) und auf die Veröffentlichung schwacher US-Arbeitsmarktdaten im Vorfeld der Veröffentlichung der Nonfarm Payrolls (NFP) am Freitag warteten.
Die EZB folgte den Erwartungen und senkte die drei wichtigsten Zinssätze um jeweils 25 Basispunkte (Bp) auf 4,25 % für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte, 4,5 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und 3,75 % für die Einlagefazilität. Die begleitende Erklärung war im Wesentlichen aggressiv, da die Entscheidungsträger ankündigten, dass sie es vorziehen würden, die Leitzinsen so lange wie nötig ausreichend restriktiv zu halten, und dass sie weiterhin einen datenbasierten und von Sitzung zu Sitzung wechselnden Ansatz verfolgen würden, um das angemessene Niveau und die Dauer der Restriktion zu bestimmen.
Die Ankündigung hatte nur begrenzte Auswirkungen auf die EUR/USD-Paarung, die leicht anstieg. Das Währungspaar legte weiter zu, als die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht wurden, die in der Woche bis zum 31. Mai mit 229.000 gegenüber den erwarteten 220.000 stärker als erwartet gestiegen waren. EUR/USD konnte jedoch die Marke von 1,0900 nicht überwinden.
Die Aktienmärkte notieren vor Eröffnung der Wall Street leicht im Plus. Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde eröffnete die Pressekonferenz, was die Märkte zusätzlich belasten könnte.
Kurzfristiger technischer Ausblick für EUR/USD
Aus technischer Sicht hat sich das Währungspaar EUR/USD kaum bewegt. Das Paar hat den Großteil seiner anfänglichen Gewinne wieder abgegeben und handelt im Bereich von 1,0870. Der Tages-Chart zeigt eine neutrale bis bärische Haltung, da sich der EUR/USD über allen gleitenden Durchschnitten bewegt, wobei der 20 Simple Moving Average (SMA) über den längeren Durchschnitten steigt. In der Zwischenzeit bleiben die technischen Indikatoren richtungslos, obwohl der RSI-Indikator (Relative Strength Index) mit rund 58 leicht nach oben tendiert, was das Risiko leicht nach oben verschiebt.
Auf dem 4-Stunden-Chart kämpft EUR/USD um den leicht aufwärts gerichteten 20 SMA, hält sich jedoch über dem 100- und 200-SMA. Die technischen Indikatoren geben jedoch keine richtungsweisenden Hinweise. Der Momentum-Indikator hat im negativen Bereich an Richtungsstärke verloren, während der RSI-Indikator im neutralen Bereich verharrt. Ein klarer Durchbruch der 1,0910-Marke könnte ein kurzfristiges zinsbullisches Momentum ankündigen, während die Bären die Kontrolle übernehmen könnten, sollte das Paar die Unterstützung bei 1,0820 durchbrechen.
Unterstützungsmarken: 1,0850 1,0820 1,0780
Widerstandsmarken: 1,0910 1,0960 1,1000
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