Die Zinsen steigen, aber die Gewinne der Unternehmen nicht mehr so wie erwartet oder der Ausblick enttäuscht – kein Grund also, Aktien auf dem noch immer hohen Niveau zu kaufen. Nach Fresenius nun auch HeidelbergCement und SAP gestern mit negativen Nachrichten – die Berichtssaison hierzulande verläuft alles andere als befriedigend. 
 
Das bekommt der Deutsche Aktienindex zu spüren, dessen technische Verfassung sich mit dem gestrigen Tag und dem Fall unter das alte Jahreshoch bei 11.695 Punkten wieder stark eingetrübt hat. Es sieht ganz danach aus, also würde nun die zweite Verkaufswelle an der Frankfurter Börse starten.
 
Auch die Wall Street hat gestern wieder den Rückwärtsgang eingelegt, nachdem es kurzzeitig so aussah, als würde hier eine stärkere Korrektur abermals abgewendet worden sein. Aber nachdem aktuell vieles dafür spricht, dass die geldpolitisch unterstützten Zeiten erst einmal für lange Zeit vorbei sind, sinkt die Motivation der Aktienkäufer zunehmend.
 
Aus China kommen ebenfalls keine ermutigenden Zahlen, was die Konjunktur angeht. 6,5 Prozent Wachstum, davon können die anderen entwickelten Industrienationen zwar nur träumen. Aber für das Reich der Mitte und die gesamte Weltwirtschaft ist die schlechteste Wachstumsrate seit 2009 ein Alarmsignal. Denn damit rückt auch der Handelsstreit zwischen den USA und China und seine negativen Effekte wieder zurück in den Fokus der Investoren. 

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