• Der WTI-Preis steigt am Donnerstag im frühen asiatischen Handel auf fast 60,35 USD.
  • Sorgen über mögliche Produktionsunterbrechungen im Iran heben den WTI-Preis. 
  • Die EIA zeigte, dass die Rohölvorräte weiter steigen. 

West Texas Intermediate (WTI), die US-Rohöl-Benchmark, wird am Donnerstag während der asiatischen Handelsstunden um die 60,35 USD gehandelt. Der WTI-Preis steigt inmitten anhaltender Spannungen im Iran. Händler werden die neuesten geopolitischen Entwicklungen rund um die Unruhen im Iran genau beobachten.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gedroht, "sehr starke Maßnahmen" gegen die Islamische Republik zu ergreifen, falls sie Protestierende hinrichtet. Bloomberg berichtete am Mittwoch, dass die USA Militärpersonal verlegt haben, und die iranische Regierung warnte die Nachbarländer davor, einen Angriff zu unterstützen. Ängste vor militärischen Aktionen der USA gegen den Iran und Sorgen über mögliche Produktionsunterbrechungen im Iran könnten den WTI-Preis kurzfristig anheben. 

Andererseits könnten Anzeichen einer Entspannung der Spannungen im Iran den Abwärtstrend des WTI-Preises begrenzen. Trump sagte am Donnerstagmorgen, dass der Iran "keinen Plan für Hinrichtungen" habe, angesichts der Sorgen um das Schicksal eines festgenommenen regierungsfeindlichen Protestierenden. Trump lehnte es jedoch ab, militärische Maßnahmen auszuschließen, und sagte, seine Regierung werde abwarten und sehen.

Die US-Rohölvorräte verzeichnen einen starken Anstieg. Laut dem wöchentlichen Bericht der Energy Information Administration (EIA) stiegen die Rohölvorräte in den USA in der Woche bis zum 14. Januar um 3,391 Millionen Barrel, verglichen mit einem Rückgang von 3,831 Millionen Barrel in der Vorwoche. Der Marktkonsens hatte einen Rückgang der Bestände um 2,2 Millionen Barrel geschätzt.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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