- Die Ölpreise steigen zu Beginn der Woche stark an, da eskalierende Spannungen im Nahen Osten die globalen Lieferwege stören.
- Die Bedenken über die Straße von Hormuz wachsen, nachdem mehrere Golfproduzenten die Produktion reduzieren und der Tankerverkehr zurückgeht.
- Die Preise ziehen sich von den früheren Höchstständen zurück, nachdem Berichte über eine mögliche Freigabe von Notreserven durch die G7-Staaten und die IEA aufgetaucht sind.
West Texas Intermediate (WTI) US-Öl steigt am Montag und handelt zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 100,70 USD pro Barrel, was einem Anstieg von 13,70 % am Tag entspricht, nachdem es während der asiatischen Sitzung kurz über 110 USD gesprungen ist, dem höchsten Stand seit Mitte 2022.
Der starke Anstieg der Ölpreise erfolgt, während sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten verschärfen, was die Befürchtungen über eine erhebliche Störung der globalen Rohölversorgung erhöht. Am Wochenende haben die Vereinigten Staaten (USA) und Israel Berichten zufolge Angriffe auf iranische Einrichtungen durchgeführt, während Iran mit Angriffen und militärischen Aktivitäten in der Region reagierte, was das Risiko eines breiteren regionalen Konflikts erhöht.
Ein entscheidender Faktor hinter dem Anstieg der Ölpreise ist die Störung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormuz, eine der weltweit kritischsten Energie-Transitstrecken, durch die etwa 20 % des globalen Ölflusses verlaufen. Bedenken hinsichtlich der Sicherheit in der Region haben den Tankerverkehr abgeschreckt, was mehrere Golfproduzenten gezwungen hat, die Produktion zu drosseln, da die Lagerkapazitäten voll werden.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Kuwait und der Irak haben bereits mit der Reduzierung der Produktion begonnen, da der Export von Rohöl schwierig geworden ist. Die Marktteilnehmer sind zunehmend besorgt, dass eine längere Störung einen erheblichen Teil des globalen Angebots vom Markt nehmen könnte.
Die geopolitische Situation entwickelt sich weiterhin schnell. Iran hat Mojtaba Khamenei, den Sohn des ehemaligen Obersten Führers Ali Khamenei, zum neuen Obersten Führer des Landes ernannt, eine Entscheidung, die von US-Präsident Donald Trump kritisiert wurde. In der Zwischenzeit berichtete das israelische Militär von neuen Angriffen auf Ziele im zentralen Iran und auf die Infrastruktur der Hisbollah in Beirut, während iranische Drohnenaktivitäten in der Nähe mehrerer regionaler Energieeinrichtungen gemeldet wurden.
Trotz des starken Anstiegs haben sich die Ölpreise von ihren intraday-Höchstständen zurückgezogen, nachdem Berichte aufgetaucht sind, dass die Internationale Energieagentur (IEA) über eine koordinierte Freigabe von Notreserven unter den G7-Staaten diskutiert, um den Markt zu stabilisieren. Solche Maßnahmen werden typischerweise eingesetzt, um plötzliche Angebotsstörungen auszugleichen und extreme Preisspitzen zu verhindern.
Behörden in mehreren Ländern bereiten sich bereits auf diese Möglichkeit vor. Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie hat Berichten zufolge die inländischen Öl-Lagerstätten angewiesen, sich auf eine mögliche Freigabe vorzubereiten, da die Krise die Lieferströme aus dem Nahen Osten bedroht.
Dennoch warnen Analysten, dass Notreserven nur vorübergehende Erleichterung bieten könnten, wenn die Störung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormuz anhält. Danske Bank weist darauf hin, dass der aktuelle Anstieg der Ölpreise dem Schock ähnelt, der nach der Invasion Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 zu beobachten war, und warnt, dass die Preise weiter steigen könnten, wenn sich der Konflikt weiter eskaliert.
WTI Technische Analyse
Die kurzfristige Tendenz ist bullish, da der Preis sich von dem 100-Wochen-Simple Moving Average (SMA) um 68,50 USD entfernt, was auf einen Übergang von einer langen Konsolidierung zu einem impulsiven Anstieg hinweist. Die Bewegung hat auch entscheidend über das 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 71,99 USD und das 38,2%-Niveau bei 82,47 USD hinausgeschoben, beide gemessen vom Tief von 55,06 USD bis zum Hoch von 126,82 USD, was auf eine starke Aufwärtsdynamik hinweist. Der wöchentliche RSI bei 84,55 befindet sich im überkauften Bereich, was auf intensiven Kaufdruck hinweist, aber auch warnt, dass das Momentum nach dem jüngsten Ausbruch gedehnt ist.
Unmittelbare Unterstützung entsteht beim 38,2%-Retracement bei 82,47 USD, gefolgt von sekundärer Unterstützung beim 23,6%-Niveau bei 71,99 USD, wo der frühere Fibonacci-Widerstand nun den breiteren Aufwärtstrend stützt. Tiefere Abwärtsabsicherung liegt gut darunter beim 100-Wochen-SMA nahe 68,50 USD, was den mittelfristigen Boden verstärkt. Auf der Oberseite wird der anfängliche Widerstand beim 78,6%-Niveau bei 111,47 USD gesehen. Solange der Preis über 82,47 USD bleibt, würden Rücksetzer die bullische Struktur intakt halten, trotz des überkauften Momentum-Hintergrunds.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
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