• EUR/USD handelt deutlich niedriger um 1,1550, da die Konflikte im Iran den Risikoaversion-Handel stützen.
  • Steigende Ölpreise im Zuge des Krieges im Nahen Osten belasten den Euro erheblich.
  • Investoren warten auf die US-CPI-Daten für neue Hinweise zur geldpolitischen Ausrichtung der Fed.

Das Paar EUR/USD hält während der europäischen Handelszeit am Montag die Verluste aus dem asiatischen Handel um 1,1540. Das Hauptwährungspaar steht unter erheblichem Druck, da die Nachfrage nach riskanteren Anlagen aufgrund des intensiven Krieges im Nahen Osten, an dem die Vereinigten Staaten (US), Israel und der Iran beteiligt sind, schwach bleibt.

S&P 500-Futures sind während des europäischen Handels um fast 2% gefallen, was auf eine schwache Risikobereitschaft der Marktteilnehmer hinweist. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, handelt 0,6% höher bei fast 99,50, da die Nachfrage nach sicheren Anlagen weiterhin positiv ist.

In der Zwischenzeit wirken die steigenden Ölpreise aufgrund der Konflikte im Iran ebenfalls als wesentlicher Belastungsfaktor für den Euro (EUR). Die globalen Energiepreise sind erheblich gestiegen, da die USA und Israel in einer gemeinsamen Operation am Wochenende mehrere iranische Öllager angegriffen haben.

Steigende globale Benzinpreise haben Ängste vor höheren Verbraucherinflationserwartungen in der Eurozone ausgelöst, ein Szenario, das die Kaufkraft der Haushalte verringern würde.

Im Februar wuchsen die inflationsbedingten Drucke auf dem alten Kontinent bereits schneller als erwartet. Die vorläufigen Gesamt- und Kernharmonisierten Verbraucherpreisindizes (HICP) lagen mit 1,9% bzw. 2,4% im Jahresvergleich (YoY) höher.

In den USA werden sich die Investoren auf die Verbraucherpreisindex (CPI)-Daten für Februar konzentrieren, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Die Inflationsdaten werden voraussichtlich die Markterwartungen für die geldpolitische Ausrichtung der Federal Reserve (Fed) beeinflussen.

 

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.


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