- WTI-Rohöl handelt in einer engen Spanne nahe 64,50 USD und konsolidiert nach einem starken Rückgang, der durch den Iran-Israel-Waffenstillstand ausgelöst wurde.
- Geopolitische Risikoaufschläge schwinden, während Händler vorsichtig vor dem OPEC+-Treffen am 6. Juli sind.
- Der EIA-Bericht wird später am Mittwoch veröffentlicht, der Rückgang von 3,5 Millionen Barrel in der letzten Woche war geringer als erwartet.
West Texas Intermediate (WTI) Rohöl handelt weiterhin in einer engen Spanne am Mittwoch und konsolidiert nach einem starken Verkaufsdruck, der durch den Iran-Israel-Waffenstillstand ausgelöst wurde, während geopolitische Risikoaufschläge schwinden und Händler sich vor dem bevorstehenden Treffen der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Verbündeten (OPEC+) neu positionieren. Während der anfängliche Rückgang einen Großteil der durch den Konflikt bedingten Gewinne auslöschte, haben sich die Preise seitdem über der Marke von 64 USD pro Barrel stabilisiert.
Trotz der jüngsten gedämpften Preisbewegungen handelt WTI während der amerikanischen Handelsstunden mit einem leicht positiven Ton und schwebt um 64,50 USD nahe der oberen Grenze seiner aktuellen Spanne, was einem Anstieg von fast 0,90 % im Tagesverlauf entspricht.
Während der Markt vorübergehende Unterstützung nahe 64 USD fand, bleibt der Momentum gedämpft nach dem Bericht der US-Energieinformationsbehörde (EIA) von letzter Woche, der einen geringeren als erwarteten Rückgang von 3,5 Millionen Barrel in den US-Rohöllagerbeständen offenbarte und die Hoffnungen auf ein engeres Angebot vor der Hochsaison im Sommer dämpfte. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die nächste EIA-Veröffentlichung, die später am Mittwoch fällig ist und frische Hinweise zu den Trends der US-Lagerbestände bieten könnte, neben dem mit Spannung erwarteten OPEC+-Treffen am 6. Juli, das die kurzfristige Richtung der Ölpreise bestimmen könnte.
Zusätzlich unter Druck geraten die Preise, da die am Dienstagabend veröffentlichten Daten des American Petroleum Institute (API) einen überraschenden Anstieg von 680.000 Barrel in den US-Rohöllagerbeständen zeigten – eine Periode, in der die Bestände typischerweise aufgrund der erhöhten Kraftstoffnachfrage im Sommer zurückgehen.
In der Zwischenzeit richten sich alle Augen auf das bevorstehende OPEC+-Treffen, bei dem die Gruppe voraussichtlich ihre Produktionsstrategie für August bekannt geben wird. Die Gruppe plant, die Produktion im August um 411.000 Barrel pro Tag (bpd) zu erhöhen, was den im Mai, Juni und Juli vereinbarten Erhöhungen entspricht. Dies würde die Gesamtproduktionserhöhung von OPEC+ für 2025 auf 1,78 Millionen bpd bringen, was über 1,5 % der weltweiten Ölnachfrage entspricht. Während die Kommentare von wichtigen Produzenten, darunter Saudi-Arabien und Russland, Optimismus über eine stärkere Sommernachfrage widerspiegeln, bestehen Bedenken hinsichtlich der globalen Handelsbedingungen, insbesondere die Unsicherheit über mögliche neue US-Zölle nach der Frist am 9. Juli, die weiterhin den Nachfrageausblick trübt.
Auf der Nachfrageseite boten unterstützende Wirtschaftsdaten aus China einen Hoffnungsschimmer. Eine Umfrage im privaten Sektor zeigte, dass der Caixin Manufacturing PMI im Juni auf 50,4 stieg und damit zum ersten Mal seit März in den Expansionsbereich zurückkehrte. Die Verbesserung wurde durch einen Anstieg neuer Aufträge und der Produktion angetrieben, was darauf hindeutet, dass die Fabrikaktivitäten an Schwung gewinnen, was die Ölnachfrage des zweitgrößten Rohölimporteurs der Welt potenziell ankurbeln könnte.
Allerdings dämpften schwächere Arbeitsmarktdaten aus den USA den Optimismus. Frische Zahlen aus dem ADP-Beschäftigungsbericht, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, zeigten, dass der US-Privatsektor im Juni unerwartet 33.000 Arbeitsplätze verlor, was den ersten monatlichen Rückgang seit über einem Jahr markiert. Dies war eine große Überraschung, da die Märkte mit einem Anstieg von etwa 95.000 Arbeitsplätzen gerechnet hatten.
Für die Zukunft wird der US Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht, der am Donnerstag fällig ist, genau beobachtet werden, um eine breitere Verlangsamung des Arbeitsmarktes zu bestätigen. Nach dem schwachen ADP-Wert könnte jede negative Überraschung im NFP den Nachfrageausblick für Rohöl weiter dämpfen und Spekulationen über eine dovishere Haltung der Federal Reserve (Fed) anheizen.
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