- WTI fällt, da Händler die US-Iran-Friedensgespräche bewerten.
- Nachlassende Spannungen in der Straße von Hormus führten zu einer Senkung der Ölpreisprognosen für 2026 durch Analysten und beendeten damit fünf Monate in Folge steigender Prognosen.
- Die US-Rohöllagerbestände sanken in der Woche bis zum 26. Juni um 6,1 Millionen Barrel.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl bleibt zum zweiten Tag in Folge verhalten und handelt während der asiatischen Handelszeiten am Mittwoch um etwa 69,70 USD pro Barrel. Die Rohölpreise fallen, da die Versorgungsängste angesichts möglicher Friedensgespräche in Doha zwischen den USA und dem Iran nachlassen.
Beide Nationen arbeiten an einer dauerhaften Lösung zur Entspannung der Spannungen in der Straße von Hormus nach jüngsten militärischen Zusammenstößen. Während Teheran an seiner festen Haltung zur Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die strategische Wasserstraße festhält, haben beide Seiten den Austausch von Feuer eingestellt, was den Öl-Tanker-Verkehr und die Lieferungen allmählich wiederherstellt.
Diese Entspannung der geopolitischen Spannungen veranlasste Analysten, ihre Ölpreisprognosen für 2026 erstmals seit Beginn des Konflikts zu senken und damit eine Serie von fünf aufeinanderfolgenden monatlichen Anstiegen zu beenden.
Laut einer Reuters-Umfrage hat die Wiedereröffnung der Straße von Hormus die Befürchtungen vor anhaltenden Versorgungsunterbrechungen deutlich gemildert. Analysten warnen jedoch nun vor einem drohenden Angebotsüberschuss, da die globalen Exporte viel schneller als erwartet wieder ansteigen. Der Iran meldete den Versand von über 40 Millionen Barrel Öl, seit die USA ihre maritime Blockade aufgehoben haben, und gleichzeitig sind die russischen Exporte auf Rekordhöhen gestiegen, was zu einem starken Anstieg der Barrel auf See führt.
Unterdessen wurde der Abwärtsdruck auf die Ölpreise leicht durch schrumpfende inländische Vorräte in den Vereinigten Staaten (US) ausgeglichen. Marktexperten, die sich auf Daten des American Petroleum Institute (API) berufen, berichteten, dass die US-Rohöllagerbestände in der Woche bis zum 26. Juni um 6,1 Millionen Barrel zurückgingen, während auch die Benzinvorräte sanken. Die Energiemärkte warten nun auf offizielle Lagerbestandsdaten der US Energy Information Administration (EIA), die später am Tag veröffentlicht werden sollen, um den Rückgang zu bestätigen.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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