• Der Ölpreis springt auf fast $68,00, als China einen neuen Konjunkturplan vorstellt.
  • Die Einzelhandelsumsätze in China stiegen im Februar erwartungsgemäß um 4%.
  • Investoren warten auf die Friedensgespräche zwischen den USA und Russland sowie auf die geldpolitische Entscheidung der Fed.

West Texas Intermediate (WTI), Futures an der NYMEX, erreicht in den europäischen Handelsstunden am Montag ein neues Wochenhoch nahe $68,00. Der Ölpreis stärkt sich in der Hoffnung, dass Chinas neuer geldpolitischer Stimulusplan den inländischen Konsum ankurbeln wird.

Am Sonntag kündigte das chinesische Ministerium einen umfassenden "Sonderaktionsplan" zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums an. Das Ministerium teilte mit, der Plan ziele darauf ab, die Einkommen der Bürger zu erhöhen, finanzielle Belastungen zu reduzieren und das Konsumklima zu verbessern, so Reuters.

Ein solches Szenario ist günstig für den Ölpreis, da China der größte Ölimporteur der Welt ist. In der Zwischenzeit haben auch die optimistischen chinesischen Einzelhandelsumsätze für Februar dem Ölpreis etwas Auftrieb gegeben. Die Einzelhandelsumsätze, ein wichtiger Indikator für die Verbraucherausgaben, stiegen wie erwartet um 4%.

In der kommenden Woche werden sich die Anleger auch auf die Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Dienstag konzentrieren, bei denen es um einen vorübergehenden Waffenstillstand mit der Ukraine gehen soll. Letzte Woche stimmte die Ukraine nach Gesprächen mit US-Beamten in Saudi-Arabien einem 30-tägigen Waffenstillstand zu.

In dieser Woche werden Investoren auch auf die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank (Fed) achten, die am Mittwoch bekannt gegeben wird. Es ist so gut wie sicher, dass die Fed die Zinsen zum zweiten Mal in Folge in einer Spanne von 4,25 % bis 4,50 % belassen wird.

WTI Öl FAQs

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

 

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