• USD/CHF bricht nach Treasury-Rückkauf-Schock unter den 50-Tage-SMA.
  • Rückgang des RSI signalisiert, dass Verkäufer kurzfristig an Momentum gewinnen.
  • Ein Bruch unter 0,7975 legt als Nächstes 0,7932 und 0,7900 frei.

Das Paar USD/CHF fällt am Mittwoch um fast 2%, nachdem eine Ankündigung des US-Finanzministeriums zu einem Rückkauf von Staatsanleihen den Greenback ins Trudeln bringt, während auch die Renditen von US-Staatsanleihen einbrechen. Das Paar notiert bei 0,7979, nachdem es ein Hoch bei 0,8128 erreicht hatte.

USD/CHF Preisprognose: Technischer Ausblick

Aus technischer Sicht ist USD/CHF nach dem Tief bei 0,7604 Ende Januar 2026 nach oben ausgerichtet. Seitdem hat sich das Paar in Richtung eines Jahreshochs über 0,8200 erholt, bevor das US-Finanzministerium seinen Anleiherückkauf bekannt gab. Dadurch fiel USD/CHF unter wichtige Unterstützungsniveaus, einschließlich des 50-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 0,8084, und in Richtung des 100-Tage-SMA bei 0,7975.

Kurzfristig drehte das Momentum bärisch, da der Relative Strength Index (RSI) von rund 51 auf 36,48 fiel. Dies deutet darauf hin, dass die Verkäufer an Schwung gewinnen.

Für eine bärische Fortsetzung muss der USD/CHF den 100-Tage-SMA überwinden, gefolgt vom 200-Tage-SMA bei 0,7932. Bei weiterer Schwäche liegt das nächste Ziel bei 0,7900.

Auf der anderen Seite müssen die Käufer die Marke von 0,8000 zurückerobern, bevor sie das Hoch vom 31. März bei 0,8042 anvisieren. Darüber liegt der 50-Tage-SMA bei 0,8084, gefolgt vom Hoch vom 13. August bei 0,8147.

USD/CHF Preis-Chart – Tages-Chart

USD/CHF Tages-Chart

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.


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Der US Dollar Index (DXY) geriet am Mittwoch breit unter Druck, fiel unter die Region um 99,00 und hielt sich deutlich unter 100,00. Der Rückgang folgte dem Plan des US-Finanzministeriums, den Umfang seiner Liquiditätsstützungs-Rückkaufoperationen für länger laufende Kuponpapiere ab dem 9. September mindestens zu verdoppeln. Das Protokoll der Juli-Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) konnte den Rückgang kaum aufhalten.

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