- USD/CAD gewinnt, da ein fester US-Dollar die Erwartungen an ein langsameres Tempo der Zinssenkungen der Fed widerspiegelt.
- Die Fed-Vertreterin Cook sagte, sie werde weitere Senkungen nicht unterstützen, ohne klarere Anzeichen dafür, dass die Inflation nachlässt.
- Der rohstoffgebundene Kanadische Dollar hat Schwierigkeiten, da WTI nach der Bestätigung von Gesprächen zwischen dem Iran und den USA nachgibt.
USD/CAD erweitert seine Gewinne für die zweite aufeinanderfolgende Sitzung und handelt während der asiatischen Stunden am Donnerstag bei etwa 1,3680. Das Paar wird von einem festeren US-Dollar (USD) unterstützt, da die Märkte ein langsameres Tempo möglicher Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) einpreisen.
Fed-Gouverneurin Lisa Cook sagte, sie würde eine weitere Senkung nicht unterstützen, ohne klarere Beweise dafür, dass die Inflation nachlässt, und betonte, dass sie größere Bedenken über die ins Stocken geratene Inflationsbekämpfung als über die Schwäche des Arbeitsmarktes hat.
Investoren wogen auch die Auswirkungen der Nominierung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzenden ab und verwiesen auf seine Präferenz für eine kleinere Bilanz und einen weniger aggressiven Ansatz bei Zinssenkungen. Unterdessen sagte US-Präsident Donald Trump, er hätte Warsh nicht nominiert, wenn dieser Zinserhöhungen befürwortet hätte. Trump erklärte weiter, dass es „nicht viel“ Zweifel daran gebe, dass die US-Notenbank die Zinsen senken würde, weil „wir bei den Zinsen viel zu hoch sind“, aber jetzt „sind wir wieder ein reiches Land“.
Das USD/CAD-Paar wertet auf, während der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) Schwierigkeiten hat, da die Ölpreise um über 0,5% nach zwei Tagen der Gewinne zurückgehen. Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) fiel, nachdem Teheran diese Woche Gespräche mit Washington bestätigt hatte, was die Befürchtungen über Versorgungsunterbrechungen durch einen größeren Konflikt milderte. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sagte, dass am Freitag in Oman Gespräche stattfinden werden, während ein Beamter des Weißen Hauses die Pläne bestätigte, mit dem Iran über ein potenzielles Atomabkommen zu sprechen.
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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