Die Bank of Canada beließ die Geldpolitik unverändert, deutete aber an, dass man in Kürze mit einer weiteren Drosselung des QE rechnen sollte und eine Zinserhöhung in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres fest auf der Agenda steht. Am Devisenmarkt dürfte dies nach Ansicht der Ökonomen der ING dazu führen, dass der USD/CAD im zweiten Halbjahr 2021 durchgehend unter 1,20 gehandelt wird.
Wichtige Zitate
"Die BoC hat keine Überraschungen geliefert und den Leitzins bei 0,25 % belassen. Die wöchentlichen QE-Anlagekäufe in Höhe von 3 Mrd. C$ wurden ebenfalls konstant gehalten. Auch an der Forward Guidance, dass die Zinssätze unverändert bleiben, bis die Überkapazitäten in der Wirtschaft absorbiert sind und die Inflation konstant 2 % erreicht, wurde festgehalten."
"Da sich die wirtschaftlichen Aussichten für die zweite Jahreshälfte zweifellos aufhellen, bleibt die BoC auf dem richtigen Weg, ihre Ankäufe von Vermögenswerten ab Juli auf 2 Mrd. C$ pro Woche zu reduzieren und das QE-Programm gegen Jahresende zu beenden."
"Wir gehen davon aus, dass die BoC tatsächlich im 4Q22 mit der Anhebung der Zinsen beginnen wird, wobei der Leitzins im nächsten Jahr bei 0,5% und Ende 2023 bei 1,25% liegen dürfte."
"Die Tatsache, dass die BoC in den G10-Staaten weiterhin eine hawkishe Haltung einnimmt, wird den kanadischen Dollar unserer Meinung nach weiterhin unterstützen. Insbesondere die divergierenden geldpolitischen Trends in Kanada und in den USA dürften Druck auf den USD/CAD ausüben."
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