• USD/CAD gewinnt an Schwung und nähert sich im frühen europäischen Handel am Mittwoch 1,4295. 
  • Fed-Chef Powell signalisierte, dass es keine Dringlichkeit gibt, die Zinsen zu senken.
  • Ein Anstieg der Rohölpreise stützt den rohstoffgebundenen Loonie. 

Das Paar USD/CAD gewinnt im frühen europäischen Handel am Mittwoch an Stärke und nähert sich 1,4295, gestützt durch einen festeren US-Dollar (USD). Die Inflationsdaten des US-Verbraucherpreisindex (CPI) für Januar werden später am Mittwoch im Mittelpunkt stehen. 

US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Proklamationen, die Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte, einschließlich der aus Kanada, verhängen. Die Beschränkungen treten jedoch erst am 12. März in Kraft.

In seinem halbjährlichen Bericht an den Kongress erklärte der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), Powell, dass die Fed-Vertreter aufgrund des starken Arbeitsmarktes und des soliden Wirtschaftswachstums keine Eile haben, die Zinsen zu senken. Er fügte hinzu, dass Trumps Zollpolitik die Preise in die Höhe treiben könnte, was die Fähigkeit der Fed, die Zinsen zu senken, erschweren würde. Die vorsichtige Haltung der US-Notenbank dürfte dem Greenback kurzfristig Auftrieb geben.

Auf der anderen Seite steigen die Rohölpreise, da Sanktionen Bedenken hinsichtlich der russischen und iranischen Öllieferungen und der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten aufwerfen. Dies wiederum könnte den rohstoffgebundenen Loonie stützen und einen Gegenwind für USD/CAD schaffen. Es ist erwähnenswert, dass Kanada der größte Ölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist und höhere Rohölpreise tendenziell einen positiven Einfluss auf den CAD-Wert haben.

Kanadischer Dollar FAQs

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

 

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