Hier ist eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Entwicklungen an der geopolitischen Front zwischen den USA und Iran, die sich am Wochenende ereigneten, insbesondere nachdem der Iran am Samstag die Straße von Hormus wegen der israelischen Angriffe auf den Libanon geschlossen hatte und angesichts erneuter Friedensgespräche in der Schweiz.

  • Iranische Verhandlungsführer setzten die hochrangigen Gespräche mit den Vereinigten Staaten (US) in Schweiz aus als Reaktion auf eine Flut verbaler Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump, erneut gegen den Iran vorzugehen.
  • Bevor die Gespräche ins Stocken gerieten, berichtete der Guardian, dass „der Iran einen Entwurf für eine Vereinbarung erreicht habe, wie die USA eine Ausnahmeregelung zur Aufhebung der Sanktionen gegen iranische Ölexporte erlassen werden, eine der wichtigsten Voraussetzungen, bevor der Iran Gespräche über seine Nuklearakte aufnimmt.“
  • „Iranische Beamte behaupteten, die Ausnahmeregelungen würden bald erlassen, und fügten hinzu, dass auch Fortschritte bei der Freigabe iranischer Vermögenswerte auf ausländischen Bankkonten erzielt worden seien“, so der Guardian.
  • US- und iranische Beamte trafen sich in Anwesenheit von katarischen Vermittlern. Der US-Vizepräsident JD Vance spielte die Auswirkungen der israelischen Angriffe im Libanon herunter und sagte, es seien Fortschritte bei der Beendigung der Feindseligkeiten dort erzielt worden.
  • In der zweiten Hälfte des Sonntags berichtete Axios unter Berufung auf einen US-Diplomaten, dass beide Seiten gute Fortschritte bei der Offenhaltung der Straße von Hormus gemacht hätten. Die Gespräche konzentrierten sich auch auf die Durchsetzung des Waffenstillstands im Libanon und das Nuklearabkommen.
  • Trump drohte am Sonntag in einem Beitrag auf Truth Social, den Krieg mit dem Iran wieder aufzunehmen: „Der Iran muss sofort seine hochbezahlten PROXYS im Libanon daran hindern, Ärger zu machen. Wenn nicht, werden wir den Iran wieder sehr hart treffen, genau wie letzte Woche, nur härter!!!“
  • Fox News berichtete, dass Trump in einem Interview noch weiter gegangen sei und iranischen Beamten gesagt habe, wenn sie die Straße schließen, „werdet ihr kein Land mehr haben“, und drohte, die Wasserstraße zu übernehmen.
  • Nach zwei Tagen schwerer israelischer Angriffe durch die Hisbollah auf israelische Stellungen gab es am Sonntag keine Berichte über größere Gewalt.

Marktauswirkungen

Risk-off-Flows sind zum Wochenauftakt am Montag wieder im Spiel, wobei die US S&P 500 Futures, ein Risikobarometer, um 0,30 % gefallen sind. Der US Dollar Index (DXY) und WTI dürften aufgrund der erneuten Spannungen zwischen den USA und Iran neue Nachfrage finden.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

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