• Der US-Dollar-Index notiert leicht höher und gleicht einen Teil des Rückgangs vom Montag aus.
  •  Der größere Trend bleibt bärisch, trotz moderater intraday Gewinne und gemischter Stimmung.
  •  Technische Indikatoren zeigen wichtige Widerstandsniveaus, die unter Druck nach unten entstehen.
  •  Der Fokus richtet sich auf BIP, Kern-PCE und Nonfarm Payrolls später in dieser Woche.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollars gegenüber einem Korb von Währungen misst, zeigt am Dienstag gedämpfte Gewinne, nachdem schwache Daten zum Arbeitsmarkt und zum Verbrauchervertrauen die Erwartungen an eine Lockerung der Geldpolitik erhöht haben. Der Index bleibt unter Druck, trotz Handelsnachrichten und der Stärke des Aktienmarktes.

Tägliche Marktbewegungen: US-Dollar stabilisiert sich, da schwache Arbeits- und Vertrauensdaten die Aussichten belasten

  • Der Dow Jones Industrial Average stieg um über 300 Punkte und gewann am Dienstag 0,80%, da schwache US-Daten die Renditen von Staatsanleihen drückten und die Aktienkurse unterstützten.
  • Das US Bureau of Labor Statistics berichtete, dass die Stellenangebote im März auf 7,19 Millionen fielen, unter den erwarteten 7,5 Millionen, was auf eine Schwäche der Arbeitsnachfrage hinweist.
  • Der Consumer Confidence Index des Conference Board fiel im April stark auf 86,0 von 93,9, dem niedrigsten Wert seit April 2020.
  • Handelsminister Howard Lutnick stellte die Pläne des Weißen Hauses zur Unterstützung der US-Autohersteller vor; für einige importierte Autoteile wurden Zollnachlässe gewährt.
  • Die Kommentare von US-Finanzminister Scott Bessent konnten die Märkte nicht beruhigen, da er anmerkte, dass Handelsabkommen mit China noch Wochen entfernt sind und der Fortschritt mit Indien und Japan vage bleibt.
  • Die Aktien von Amazon fielen, nachdem Berichte darauf hindeuteten, dass das Unternehmen die Zollkosten online auflisten könnte; das Unternehmen bestritt später, dass es dies tun würde.
  • China beschloss, den kürzlich eingeführten Zoll von 125% auf US-Ethan-Importe aufzuheben, was den Druck auf den Energiemarkt etwas verringert.
  • Der Dallas Fed Manufacturing Index fiel auf den schwächsten Stand seit Mai 2020 und verstärkt das stagflationäre Narrativ, das sich in den US-Regionen aufbaut.
  • Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed im Juni stieg auf 56,8%, nachdem schwächere als erwartete Arbeits- und Stimmungsdaten die Bedenken über die wirtschaftliche Dynamik erhöhten.
  • Investoren warten auf das US-BIP für das erste Quartal 2025, den April-Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben, den ISM Manufacturing PMI und die Nonfarm Payrolls später in dieser Woche.

Technische Analyse: DXY zeigt moderate Gewinne trotz bärischem Bild


Der DXY zeigt einen leichten intraday Gewinn um 99,20, obwohl der breitere Trend bärisch bleibt. Die Preisbewegung ist zwischen 98,95 und 99,37 gefangen. Das Momentum ist gemischt, wobei der Moving Average Convergence Divergence (MACD) ein Kaufsignal ausgibt, während der Relative Strength Index (RSI) (35,71) und der Ultimate Oscillator (50,06) neutral bleiben. Der 20-Tage Simple Moving Average (SMA) (100,79), der 100-Tage SMA (105,64) und der 200-Tage SMA (104,48) deuten alle auf eine bärische Fortsetzung hin. Zusätzlicher Abwärtsdruck wird durch den 10-Tage Exponential Moving Average (EMA) (99,64) und den 10-Tage SMA (99,35) bestätigt. Widerstandsniveaus befinden sich bei 99,26, 99,35 und 99,64.



US-Dollar FAQs

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

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