Lloyd Chan von MUFG sieht die Schwäche des thailändischen Baht (THB) trotz gesunkener Ölpreise als Ausdruck seines niedrigen Zinsniveaus und der wachstumsorientierten Ausrichtung der Bank of Thailand (BoT). Der begrenzte Spielraum für geldpolitische Straffungen belaste die Währung. Steigende Renditen in den USA hätten die Kapitalströme zudem ins Negative gedreht und den Abwertungsdruck verstärkt. Der Baht entwickle sich damit gegenüber dem US-Dollar (USD) schwächer als andere Währungen der Region.
Baht belastet durch höhere Renditen und Kapitalabflüsse
„Beim thailändischen Baht zeigt die jüngste Schwäche trotz sinkender Ölpreise, dass sich die Währung von der Entspannung bei den terms of trade abgekoppelt hat.“
„Stattdessen wird der Baht nun durch sein niedriges Zinsprofil und die wachstumsorientierte Ausrichtung der Bank of Thailand belastet, die den Spielraum für eine Straffung der Geldpolitik begrenzt.“
„Steigende US-Renditen haben eine Wende hin zu Netto-Kapitalabflüssen aus Thailand ausgelöst (379 Millionen US-Dollar Nettoabflüsse im Juni gegenüber Nettozuflüssen von 680 Millionen US-Dollar im Mai). Trotz der Entlastung durch niedrigere Ölpreise hat dies den Abwertungsdruck verstärkt und erklärt die schwächere Entwicklung des Baht im Vergleich zu anderen Regionalwährungen.“
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