Snowflake und MongoDB vor Zahlen - Wachstum und KI rücken in den Fokus


Snowflake (SNOW) und MongoDB (MDB) könnten vor der anstehenden Veröffentlichung ihrer Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal von einer verbesserten Geschäftsentwicklung profitieren. Für beide Softwarekonzerne besteht nach Einschätzung von Bernstein SocGen zudem Spielraum, die bisherigen Erwartungen zu übertreffen und ihre Prognosen für das Geschäftsjahr 2027 anzuheben.

Die Aktien beider Unternehmen hatten im April 2026 einen Tiefpunkt erreicht, die damaligen Verluste inzwischen jedoch vollständig aufgeholt. Auf wachstumsbereinigter Basis bewegen sich die Bewertungen von Snowflake und MongoDB laut Bernstein mittlerweile auf einem vergleichbaren Niveau.

Bei Snowflake haben sich wichtige Geschäftskennzahlen zuletzt stabilisiert. Gleichzeitig blieb die verbrauchsabhängige Nachfrage robust, während neue KI-Produkte zunehmend zum Geschäft beitragen. Diese Entwicklung unterstützte die Ergebnisse in den vergangenen Quartalen.

Für die weitere Entwicklung dürfte insbesondere entscheidend sein, ob Snowflake die Dynamik bei seinen KI-Produkten aufrechterhalten und gleichzeitig das Wachstum im Kerngeschäft fortsetzen kann. Zugleich nimmt der Wettbewerb im angestammten Markt des Unternehmens zu. Mehrere neuere Geschäftsinitiativen befinden sich zudem noch in einem frühen Stadium und müssen ihren Beitrag zum langfristigen Wachstum erst unter Beweis stellen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Profitabilität. Snowflake weist auf GAAP-Basis derzeit eine operative Marge von minus 20 Prozent aus. Im Geschäftsjahr 2026 hatte das Unternehmen seine GAAP-Profitabilität allerdings bereits deutlich verbessert. Die operative Marge legte gegenüber dem Vorjahr um neun Prozentpunkte zu. Für das Geschäftsjahr 2027 wird mit weiteren Fortschritten gerechnet.

Bei MongoDB sorgten die verbrauchsabhängige Nachfrage und die operative Entwicklung in den vergangenen fünf Quartalen für vergleichsweise stabile Ergebnisse. Nach den über den Erwartungen liegenden Zahlen und der angehobenen Prognose im vergangenen Quartal hat sich auch die Bewertung der Aktie wieder deutlich erholt.

Für das kommende Quartal rechnet Bernstein bei MongoDB mit einem Umsatzwachstum von mehr als 23 Prozent. Die bisherige Unternehmensprognose und der Marktkonsens liegen dagegen bei rund 20 Prozent. Besondere Aufmerksamkeit dürfte dem Cloud-Geschäft Atlas gelten. Ein Wachstum von mehr als 29 Prozent könnte die Geschäftsentwicklung zusätzlich stützen.

Bernstein stuft Snowflake mit „Market Perform“ und einem Kursziel von 250 US-Dollar ein. Für MongoDB lautet das Rating „Outperform“ bei einem Kursziel von 449 US-Dollar.

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