- Silber legt am Montag um 2,47% zu und notiert nach einer Erholung von den Tiefstständen vom Freitag um 66,30 USD.
- Enttäuschende US-Daten dämpfen die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September und belasten den US-Dollar.
- Das am Mittwoch anstehende Protokoll der Fed-Sitzung vom Juli könnte neue Hinweise auf den Zinsausblick liefern.
Silber (XAG/USD) setzt seinen Anstieg am Montag fort und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei rund 66,30 USD, was einem Tagesplus von 2,47% entspricht. Das Edelmetall erholt sich weiterhin von dem am Freitag erreichten Bereich um 63,50 USD, gestützt vor allem durch den schwächeren US-Dollar (USD) und nachlassende Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen im September erneut anheben wird.
Die Verschiebung der geldpolitischen Erwartungen folgt auf eine Reihe enttäuschender US-Konjunkturdaten. Die US-Einzelhandelsumsätze gingen im Juli um 0,6% zurück, während die Märkte nach einem Anstieg von 0,2% im Juni mit einem Plus von 0,1% gerechnet hatten.
Diese Zahlen kommen zusätzlich zur jährlichen Abschwächung des Verbraucherpreisindex (VPI) und des Erzeugerpreisindex (EPI) sowie zum schwachen Nonfarm-Payrolls-(NFP)-Bericht für Juli. Die Häufung von Anzeichen für eine Abschwächung der US-Wirtschaft verringert den Druck auf die Fed, die Zinsen weiter anzuheben.
Laut dem CME FedWatch Tool sehen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 70%, dass die US-Notenbank die Zinsen auf ihrer Sitzung im September unverändert lässt, nach 48% vor einer Woche.
Diese Neubewertung belastet den US-Dollar und bietet Silber Unterstützung. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 99,50, nachdem er 99,30 erreicht hatte, den niedrigsten Stand seit dem 5. Juni. Ein schwächerer US-Dollar macht in der US-Währung denominierte Edelmetalle für Anleger, die andere Währungen verwenden, tendenziell attraktiver.
Anleger bleiben angesichts der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, insbesondere rund um die Straße von Hormus, aufmerksam. Anhaltende Risiken für die Energieversorgung halten die Ölpreise auf erhöhtem Niveau und könnten den Inflationsdruck verstärken, was die Fähigkeit der Fed, eine lockerere Haltung einzunehmen, potenziell einschränken könnte.
Die Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun auf das Protokoll der Juli-Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC), das am Mittwoch veröffentlicht wird. Das Dokument könnte weitere Einblicke in das Kräfteverhältnis innerhalb der Fed geben und darüber entscheiden, ob der jüngste Rückgang der Erwartungen an Zinserhöhungen anhalten kann, ein Faktor, der für Silber kurzfristig voraussichtlich ein wichtiger Treiber bleiben wird.
XAG/USD technische Analyse
Im Ein-Stunden-Chart notiert XAG/USD bei 66,36 USD und behält damit einen bullischen kurzfristigen Bias bei, da sich der Kurs deutlich über dem 100-Perioden-Simple-Moving-Average (SMA) bei rund 65,14 USD und dem 200-Perioden-SMA bei etwa 64,04 USD hält. Das Metall respektiert zudem eine aufsteigende Trendlinienunterstützung, die von 63,51 USD ausgeht und nun nahe 65,38 USD verläuft, was die konstruktive Struktur untermauert, während der Relative Strength Index (RSI) um 65 auf ein solides, aber noch nicht extremes Aufwärtsmomentum hindeutet.
Auf der Oberseite stellt der horizontale Widerstand bei 66,80 USD das unmittelbare Hindernis dar, wo es bei Käufern zu Gewinnmitnahmen kommen könnte. Auf der Unterseite liegt der erste Schutz bei der steigenden Trendlinienunterstützung nahe 65,38 USD, gefolgt vom 100-Perioden-SMA bei 65,14 USD; ein tieferer Rücksetzer würde die horizontale Unterstützung bei 64,25 USD freilegen, vor dem 200-Perioden-SMA bei 64,04 USD, wo die breiteren Bullen voraussichtlich den Aufwärtstrend verteidigen würden.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
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