• USD/CHF fällt, da die Juni Nonfarm Payrolls nur 57.000 Stellen hinzufügten und die Erwartungen von 110.000 verfehlten.
  • Das CME FedWatch-Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September nach der Veröffentlichung von 66 % auf 52 % gesunken ist.
  • Der Schweizer VPI stieg im Juni im Jahresvergleich um 0,5 % und erreichte damit den niedrigsten Stand seit März, während die monatlichen Preise unverändert blieben und die Prognosen verfehlten.

USD/CHF setzt seine Verluste den zweiten Tag in Folge fort und wird am Freitag während der asiatischen Handelszeit bei rund 0,8020 gehandelt. Das Paar wertet ab, da der US-Dollar (USD) angesichts enttäuschender inländischer Arbeitsmarktdaten vom Donnerstag an Boden verliert, was die Wetten auf Zinserhöhungen der Fed abschwächt.

Laut dem CME FedWatch-Tool preisen die Finanzmärkte nun eine 52%ige Chance für eine Zinserhöhung im September ein, was einen deutlichen Rückgang gegenüber den vor der Veröffentlichung eingepreisten 66 % darstellt. Kürzliche Äußerungen von Federal Reserve Chair Kevin Warsh auf der Sintra-Konferenz der EZB bekräftigten die unabhängige Verpflichtung der Zentralbank zu einem Preisstabilitätsziel von 2 %; er räumte auch ein, dass sich die Inflationsrisiken und -erwartungen im vergangenen Monat zu moderieren begonnen haben.

Der US-Arbeitsmarkt zwingt die Wall Street, ihre Zinserwartungen aggressiv zu überdenken. Der Hauptauslöser für diese Verschiebung war der am Donnerstag veröffentlichte Juni Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht. Die US-Wirtschaft schuf im letzten Monat nur 57.000 Stellen und verfehlte damit den Marktkonsens von 110.000 deutlich. Während die Arbeitslosenquote überraschend von 4,3 % im Mai auf 4,2 % sank, deutet die starke Verlangsamung bei den Neueinstellungen stark auf eine Abkühlung der Gesamtwirtschaft hin.

Am Donnerstag berichtete das Bundesamt für Statistik der Schweiz, dass die Verbraucherpreise im Juni im Jahresvergleich um 0,5 % gestiegen sind, was den Prognosen entspricht, jedoch den niedrigsten Stand seit März darstellt. Die monatlichen Preise blieben unverändert und verfehlten den erwarteten Anstieg von 0,1 %, während die jährliche Kerninflation stabil bei 0,3 % blieb.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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Der US-Dollar-Index (DXY) geriet in der Nähe der Marke von 100,90 unter Druck, nachdem der jüngste US-Arbeitsmarktbericht eine deutliche Verlangsamung bei den Neueinstellungen zeigte. Die Nonfarm Payrolls stiegen im Juni nur um 57.000, während der Anstieg im Mai von 172.000 auf 129.000 nach unten revidiert wurde. Die Arbeitslosenquote fiel unerwartet auf 4,2%, doch wurde der Rückgang teilweise durch einen Rückgang der Erwerbsbeteiligungsquote auf 61,5% ausgeglichen.

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