- USD/JPY könnte abwerten, da der japanische Yen aufgrund zunehmender Spekulationen über eine weitere Intervention der japanischen Währung an Stärke gewinnen könnte.
- Japans Katayama warnte vor einer möglichen Intervention am Devisenmarkt und hob die enge Devisenkoordination mit den Vereinigten Staaten hervor.
- Das CME FedWatch-Tool zeigt, dass die Chancen für eine Zinserhöhung im September nach der Veröffentlichung von 66 % auf 52 % gesunken sind.
USD/JPY hält seine Position nach einer Phase der Volatilität und handelt während der asiatischen Handelszeiten am Freitag um 161,10. Das Paar könnte abwerten, da der japanische Yen (JPY) aufgrund zunehmender Spekulationen, dass japanische Behörden eine weitere Runde von Währungsinterventionen vorbereiten, an Stärke gewinnen könnte.
Der japanische Finanzminister Satsuki Katayama bekräftigte die Bereitschaft, jederzeit zu intervenieren, und verwies auf die enge Devisenkoordination mit den Vereinigten Staaten (US). Händler sehen die dünne Liquidität über das US-Feiertagswochenende als ideal für offizielle Maßnahmen an.
Die Aufwärtsbewegung des USD/JPY-Paares könnte eingeschränkt sein, da der US-Dollar (USD) angesichts enttäuschender inländischer Arbeitsmarktdaten, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, an Boden verliert und die Wetten auf Zinserhöhungen der Fed abschwächt. Das CME FedWatch-Tool zeigt, dass die Finanzmärkte nun eine 52%ige Chance für eine Zinserhöhung im September einpreisen, was einen deutlichen Rückgang gegenüber den vor der Veröffentlichung eingepreisten 66 % darstellt.
Jüngste Äußerungen von Federal Reserve Chair Kevin Warsh auf der Sintra-Konferenz der EZB bestätigten nachdrücklich das unabhängige Engagement der Zentralbank für ein Preisstabilitätsziel von 2 %; er räumte auch ein, dass sich die Inflationsrisiken und -erwartungen im vergangenen Monat zu mäßigen begonnen haben.
Der US-Arbeitsmarkt zwingt die Wall Street, ihre Zinserwartungen aggressiv zu überdenken. Der Hauptauslöser für diese Verschiebung war der am Donnerstag veröffentlichte Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht für Juni. Die US-Wirtschaft schuf im letzten Monat nur 57.000 Arbeitsplätze und verfehlte damit den Marktkonsens von 110.000 deutlich. Während die offizielle Arbeitslosenquote unerwartet von 4,3 % im Mai auf 4,2 % sank, deutet die starke Verlangsamung bei den Neueinstellungen stark auf eine Abkühlung der Gesamtwirtschaft hin.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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Das sollten Sie am Freitag, den 3. Juli, im Blick behalten:
Der US-Dollar kämpft am letzten Handelstag der Woche darum, gegenüber seinen wichtigsten Rivalen widerstandsfähig zu bleiben, da die Anleger den Zeitpunkt einer möglichen Zinserhöhung der Federal Reserve nach den enttäuschenden Arbeitsmarktdaten für Juni bewerten. Der Wirtschaftskalender wird keine Daten mit hoher Relevanz enthalten, und die Handelsaktivität wird voraussichtlich bis zum Wochenende gedämpft bleiben, da die Aktien- und Anleihemärkte in den Vereinigten Staaten wegen der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag geschlossen bleiben.