- USD/CHF steigt, da der US-Dollar seine frühen Verluste wieder aufgeholt hat, gestützt durch zunehmende geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran.
- Marco Rubio warnte, dass US-Schläge gegen den Iran sich intensivieren werden, und mahnte, "the price will get higher every night" ohne Verhandlungen.
- Die Renditen 10-jähriger Schweizer Anleihen erreichten angesichts steigender Energiekosten und damit verbundener Inflationssorgen fast Zweimonatshochs nahe 0,49%.
USD/CHF baut seine Gewinne am vierten Handelstag in Folge aus und notiert während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag bei rund 0,8150. Das Paar legt zu, da der US-Dollar (USD) nach der Erholung seiner Tagesverluste angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran an Boden gewinnt.
US-Außenminister Marco Rubio warnte, dass militärische Schläge gegen den Iran sich verschärfen könnten, solange das Land sich weigert zu verhandeln, und mahnte, dass "the price will get higher every night", bis sie nachgeben. Rubio forderte die Huthi zudem auf, ihre Angriffe einzustellen. Mit Blick auf Asien stellte er klar, dass die USA die Sanktionen gegen Hongkong nicht gelockert haben, wo weiterhin eine beträchtliche Zahl von Personen sanktioniert ist.
Die regionalen Spannungen nahmen zu, nachdem US-Präsident Donald Trump mit Angriffen auf iranische Infrastruktur wegen Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus gedroht hatte, woraufhin Teheran mit Vergeltung gegen mit den USA verbundene Energieanlagen drohte. Unterdessen feuerten von Iran unterstützte Huthi-Milizen Raketen und Drohnen auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer ab. Die ersten direkten Angriffe auf Tanker in diesem Gewässer bedrohen eine wichtige alternative Exportroute für saudisches Rohöl und eröffnen eine gefährliche neue Front im Konflikt.
Der Schweizer Franken (CHF) könnte Unterstützung erhalten, da höhere Anleiherenditen Schweizer festverzinsliche Anlagen etwas attraktiver machen. Die Rendite 10-jähriger Schweizer Staatsanleihen stieg auf ein fast Zweimonatshoch von rund 0,49%, angetrieben von eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und steigenden Energiekosten. Der Anstieg spiegelt die wachsende Marktangst vor Inflation und Geldpolitik wider. Allerdings wird erwartet, dass die SNB an den Devisenmärkten interveniert, indem sie CHF verkauft, was Kursausschlägen der Währung eine natürliche Obergrenze setzt.
Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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Australiens Arbeitslosenquote bleibt im Juni voraussichtlich stabil bei 4,4 % und signalisiert einen starken Arbeitsmarkt
Australien wird am Donnerstag um 01:30 Uhr GMT den monatlichen Arbeitsmarktbericht für Juni veröffentlichen, und die Marktteilnehmer erwarten einen moderaten Anstieg der Beschäftigung im Land Down Under. Das Australische Statistikamt wird voraussichtlich bekannt geben, dass im Monat 15.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, während die Arbeitslosenquote mit 4,4 % prognostiziert wird, unverändert zum Mai.
Das sollten Sie am Donnerstag, den 23. Juli, im Blick behalten:
Die Finanzmärkte zeigen sich am Donnerstag risikoavers, da die Rohölpreise angesichts einer weiteren Eskalation der Spannungen im Nahen Osten weiter steigen. In der zweiten Tageshälfte wird die Europäische Zentralbank ihre geldpolitischen Beschlüsse bekannt geben, und der US-Wirtschaftskalender wird wöchentliche Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe enthalten.